Ein ausländischer Botschafter schockiert von Strugas Deponie: 30 Meter Müll am Ohridsee
09.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Nach 14 gescheiterten Ausschreibungen und Jahrzehnten von Versprechen baut der Staat vielleicht endlich die Wasserkraftwerke Chebren und Galishte selbst. Premier Hristijan Mickoski kündigte an, die Regierung stehe kurz vor der Entscheidung, das rund 1,5 Milliarden Euro (samt Zinsen) teure Projekt eigenständig umzusetzen, ohne privaten Partner.
Die Geschichte dieses Projekts ist ein Lehrbuch dafür, wie man es nicht macht. Der letzte Versuch 2023 scheiterte, als der griechische Auftragnehmer „Archirodon" die Bankgarantie nach dem 31. Dezember nicht verlängerte. Vierzehn Mal hat bislang jemand versprochen, unterschrieben oder aufgegeben - und der Fluss fließt weiter, unverbaut.
Nun sieht die Rechnung anders aus. Laut Regierungsanalyse liegt die interne Rendite über 10 Prozent, was bedeutet, der Staat könnte das Projekt selbst finanzieren, statt den Gewinn mit einem Privaten zu teilen. Neben Strom würden Chebren und Galishte auch Bewässerungswasser für rund 60.000 Hektar Ackerland in der Region Tikvesh liefern - wo Wasser so viel wert ist wie Kilowatt.
Auf dem Papier klingt das gut. Doch nach 14 Fehlschlägen ist gesunde Skepsis berechtigt: Hat der Staat diesmal wirklich die Kapazität, ein Anderthalb-Milliarden-Projekt allein zu bauen, oder hören wir wieder eine Ankündigung, die auch diese Regierung überleben wird? Die endgültige Entscheidung folgt nach Gesprächen mit der Führung von ESM. Bis dahin wartet der Fluss - so wie er auch die vergangenen zwanzig Jahre gewartet hat.
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