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Käse, der kein Käse ist: die Nachbarn führten ein rotes Etikett für Milch-Imitate ein - und bei uns?

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Käse, der kein Käse ist: die Nachbarn führten ein rotes Etikett für Milch-Imitate ein - und bei uns?

„Käse", der kein Käse ist, „Kaschkaval" mit Palmöl statt Milch - ein Trick, so alt wie die Supermärkte selbst. In der Nachbarschaft hat man endlich beschlossen, ihn unter Kontrolle zu bringen: Die Republika Srpska führte eine Regel ein, nach der Milch-Imitate mit Palm- oder anderem Pflanzenöl ein deutliches rotes Etikett tragen müssen, dass sie „kein 100-prozentiges Milchprodukt" sind.

Die Regeln sind konkret. Produkte mit Pflanzenfetten müssen in gesonderten Vitrinen und Regalen stehen, getrennt von echten Milchprodukten. Verboten sind auch irreführende Bezeichnungen - „Käse", „vegetarischer Käse", „Käse-Analog" und Ähnliches - ebenso Bilder, die an Milch erinnern, wenn das Produkt keine enthält. Die Verordnung trat am 5. Juni in Kraft.

Für den Verbraucher ist das ein wichtiger Sieg. Jahrelang stehen in den Regalen Produkte, verpackt, um wie das Echte auszusehen, während die Zutatenliste eine andere Geschichte erzählt - eine, die das Kleingedruckte selten auf den ersten Blick verrät. Wenn sie ein rotes Etikett tragen und beiseite stehen müssen, wird das Spiel mit der Täuschung schwerer.

Die Frage, die sich von selbst stellt, lautet: und bei uns? Während die Nachbarn ihre Verbraucher und heimischen Molkereien vor unlauterem Wettbewerb schützen, muss der mazedonische Käufer noch immer selbst das Kleingedruckte lesen und raten, was er eigentlich nach Hause trägt. Vielleicht ist es Zeit, dass sich auch unsere Institutionen „erinnern", dass Verbraucherschutz kein Luxus ist, sondern eine Pflicht.