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Arzt vergrub Knochen von Srebrenica-Opfern - keine Ermittlung, arbeitet weiter

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Ein Arzt aus Brčko vergrub Knochen von Opfern des Völkermords in Srebrenica im Hof seines Hauses, doch es wird keine Ermittlung geben - die Staatsanwaltschaften stellten fest, dass die absoluten Verjährungsfristen abgelaufen sind.

Die im Hof von Dr. Nebojša Mraović gefundenen Knochenreste wurden als Überreste von Völkermordopfern identifiziert. Sowohl die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina als auch die Staatsanwaltschaft des Distrikts Brčko kamen zu dem Schluss, dass kein Verfahren eingeleitet werden kann.

Der Verband der Familien vermisster und getöteter Bosniaken verurteilte die Entscheidung. Der Vorsitzende des Verbands, Sead Golić, erklärte, sie sei „unverzeihlich für die Staatsanwaltschaft" und betonte, dass Kriegsverbrechen keiner Verjährung unterliegen sollten. Die ehemalige Ehefrau des Arztes legte Beschwerde ein, doch die Entscheidung darüber steht noch aus - die Position des Generalstaatsanwalts ist unbesetzt.

Trotz allem praktiziert Mraović weiter Medizin. Die Ärztekammer der Republika Srpska erneuerte seine Lizenz im Dezember 2024 als Facharzt für Orthopädie. Der Arzt behauptet, er habe die Knochen zur „Operationsplanung" verwendet.