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Berisha: Kabinettsumbildung von Rama ist ein letzter verzweifelter Versuch die Macht zu retten

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Der albanische Oppositionsfuehrer Sali Berisha hat die Kabinettsumbildung von Premierminister Edi Rama zurueckgewiesen und sie als verzweifelten Versuch bewertet, angesichts des wachsenden Drucks an der Macht festzuhalten. Berisha erklaerte, dies sei "Ramas letzter Versuch, seine eigene Haut zu retten".

Die Umbildung erfolgte, nachdem Rama ein neunstuendiges Treffen mit den sozialistischen Abgeordneten abgehalten hatte, bevor er die Kabinettsaenderungen bekannt gab. Zu den wichtigsten Aenderungen gehoert die Absetzung der stellvertretenden Ministerpraesidentin Belinda Balluku - der Korruptionsvorwuerfe seitens der Sonderstaatsanwaltschaft drohen - und ihre Ersetzung durch Innenministerin Albana Kociu. Die Aenderungen betreffen auch die Ressorts Aussenangelegenheiten, Verteidigung, Justiz und parlamentarische Beziehungen.

Berisha bezeichnete die Kabinettsaenderungen als "Aufruf an die albanischen Buerger und die Opposition", die Proteste zu verstaerken. Er betonte die Bedeutung eines "friedlichen Aufstands", dessen Hauptziel die "Rettung Albaniens vor Edi Rama und seinen Marionetten" sei.

Die politische Krise in Albanien vertieft sich in der Vorwahlzeit, wobei die Opposition in ihrer Forderung nach groesserer Rechenschaftspflicht und einem Regierungswechsel standhaft bleibt. Albaniens internationale Partner verfolgen die Entwicklungen mit Besorgnis und rufen zur Deeskalation der politischen Spannungen und zu institutionellem Dialog auf.