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Europa an Trump: Erpresse uns nicht, das ist nicht unser Krieg

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Die Außenminister der Europäischen Union lehnten die Bitte von Donald Trump um Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus ab und bewerteten dies als ein amerikanisches Problem.

Während der geschlossenen Diskussionen in Brüssel weigerten sich die Diplomaten der 27 Mitgliedstaaten, das Mandat der Marinemission Aspides zu erweitern. Die EU-Hochvertreterin Kaja Kallas erklärte: Es gab keinen Willen zur Änderung des Mandats. Europa hat kein Interesse an einem endlosen Krieg. Dies ist kein europäischer Krieg, aber die europäischen Interessen sind direkt bedroht.

Trump hatte zuvor über die Financial Times gewarnt, dass die Ablehnung sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein werde. Er äußerte auch Unzufriedenheit über die britische Reaktion, als Premier Starmer sagte, Großbritannien werde sich nicht in einen breiteren Krieg hineinziehen lassen.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius antwortete scharf: Die Amerikaner haben zusammen mit den Israelis diesen Weg gewählt. Kanzler Friedrich Merz lehnte eine Beteiligung Berlins ab und erklärte: Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis, kein interventionistisches. Die NATO hat hier absolut keinen Platz.

Der luxemburgische Vizepremier Xavier Bettel war direkt: Verlangt nicht von uns, militärische Kräfte zu entsenden. Die Blockade folgt auf die Luftangriffe der USA und Israels auf Teheran am 28. Februar, bei denen der iranische Oberste Führer getötet wurde, was die iranische Vergeltung auslöste. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öls passiert die Meerenge, und die Preise übersteigen 100 Dollar pro Barrel.