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Europa vor schwerer Energiekrise - Gaspreise um 25 Prozent gestiegen

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Europa steht vor einer schweren Energiekrise, ausgelöst durch den Konflikt zwischen dem Iran und Israel unter direkter Beteiligung der USA, der das Szenario der russischen Invasion in der Ukraine wiederholt.

Die Gaspreise an den europäischen Börsen stiegen nach den Angriffen auf die katarische Infrastruktur Ras Laffan um mehr als 25 Prozent, während Öl bei rund 113 Dollar pro Barrel gehandelt wird. Die aktuellen Preise sind mehr als doppelt so hoch wie vor Beginn des Konflikts.

Nach 2022 hat die EU ihre Abhängigkeit von russischem Öl, Gas und Kohle rasch verringert. Heute stammen nur noch etwa 2 Prozent der Ölimporte aus Russland. Aber Amerika ist zu einer Schlüsselsäule der europäischen Energiesicherheit geworden - die europäischen Importe von amerikanischem Flüssigerdgas machen etwa 57 Prozent der gesamten EU-Importe aus. Deutschland bezieht 96 Prozent seines LNG aus den USA.

Diese Abhängigkeit hat politische Folgen. Europäische Staats- und Regierungschefs erwägen Notmaßnahmen einschließlich Preisobergrenzen und Steuersenkungen, aber die Sorge wächst, dass hohe Energiepreise populistische Parteien stärken werden.

Die Krise hat die Spaltungen in der Klimapolitik wieder aufbrechen lassen. Der belgische Premierminister Bart De Wever rief zur Normalisierung der Beziehungen zu Russland auf, um Zugang zu günstigerer Energie zu erhalten, und ähnliche Ideen kursieren auch in Teilen der deutschen Industrie.