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Frauentagsmarsch in Skopje gegen Gewalt gegen Frauen und für systemische Verantwortung

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Die Initiative "Wer ist der Nächste?" organisierte einen Protestmarsch in Skopje anlässlich des Internationalen Frauentags. Der Marsch startete mittags vom "Frau Kämpferin"-Park — die Organisatoren riefen die Teilnehmer auf, ohne Parteiabzeichen und institutionelle Symbole zu erscheinen, da es sich um eine streng bürgerschaftliche Initiative handelt.

Der Marsch endete mit der Niederlegung von Blumen am Denkmal von Vera Jocić im Stadtpark, gefolgt von Reden der Organisatoren und anderer Teilnehmer. Während des Marsches wurden die Teilnehmer gebeten, den Anweisungen der Ordner zu folgen und auf etwaige Provokationen nicht zu reagieren.

Die Botschaft der Initiative ist direkt und eindringlich: "Diese Polizei ist nicht unsere Polizei. Dieser Staat ist nicht unser Staat." Hinter dieser Aussage steckt die Frustration über wiederholte Fälle, in denen Institutionen nicht angemessen und rechtzeitig auf gemeldete Gewalt reagierten, sodass die Opfer später zur Statistik wurden.

Das Motto des Marsches — "Damit es keine Nächste gibt. Wir werden nicht schweigen" — verbindet Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, direkt mit systemischen Versäumnissen und fordert kollektive Verantwortung. Die Organisatoren riefen zur Transformation gesellschaftlicher Strukturen auf, um künftige Morde und Gewalt zu verhindern — nicht nur zu deklarativen Reaktionen nach Tragödien.

Heute, anlässlich des 8. März, fanden ähnliche Märsche in Dutzenden europäischer Städte unter dem Motto "Rechte, Gerechtigkeit, Aktion für alle Frauen und Mädchen" statt.