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Iran wird zur vierten Weltmacht - Teheran kontrolliert den Schlüssel zur globalen Energie

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Iran etabliert sich immer schneller als neue Weltmacht, und der militärische Konflikt im Nahen Osten beschleunigt diesen Prozess zusätzlich, bewertet das amerikanische Wirtschaftsblatt Wall Street Journal.

Während die Welt bisher über drei Hauptmachtzentren funktionierte - die Vereinigten Staaten, China und Russland - positioniert sich nun auch der Iran zunehmend ernsthaft als vierte Weltmacht.

Die Schlüsselquelle dieser Stärkung ist die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seerouten für den Transport von Weltöl. Die Kontrolle über diese Meerenge verleiht Teheran ein politisches und wirtschaftliches Gewicht, das die regionalen Grenzen bei weitem übersteigt.

Das Problem liegt nicht nur in der Menge der Energieträger, die durch die Straße von Hormus fließen, sondern auch in der Stabilität der Lieferungen. Jede Bedrohung einer Unterbrechung dieses Flusses verursacht steigende Versicherungskosten, Verteuerung des Transports und Nervosität auf den Weltmärkten.

Wie sehr sich die Machtverhältnisse verändert haben, zeigt auch die Tatsache, dass der französische Präsident Emmanuel Macron bereits eingeräumt hat, dass die gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus keine realistische Lösung ist. Die Frage der Schifffahrt durch diese strategische Route kann ausschließlich in Zusammenarbeit mit dem Iran gelöst werden, was praktisch bedeutet, dass Teheran den Status einer Macht erhält, mit der verhandelt werden muss.