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Kotsevski enthüllt institutionelle Versäumnisse nach der Puls-Tragödie

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Der ehemalige Generalstaatsanwalt Ljubtscho Kotsevski enthüllte schwerwiegende institutionelle Schwächen und Ressourcenmangel bei der Untersuchung des Brandes in der Diskothek Puls in Kochani, einer Tragödie, bei der 63 Menschen ums Leben kamen.

Die Grundstaatsanwaltschaft in Kochani hatte nicht die Kapazität, den Fall eigenständig zu führen. Wegen der gesetzlichen Frist von 90 Tagen für die Anklageerhebung wurde das Team von fünf auf 13 Staatsanwälte erweitert, mit Unterstützung aus Skopje und Shtip.

Der Ressourcenmangel war offensichtlich: Es gab nicht genügend Dienstfahrzeuge und man musste auf Polizeiressourcen zurückgreifen; es gab kein Verwaltungspersonal und man musste Schreibkräfte aus Shtip heranziehen; die Arbeit wurde intensiv an Wochenenden und Feiertagen durchgeführt.

Die Staatsanwälte mussten eine sensible Kommunikation mit den Familien der Opfer führen, die sich zunächst gegen Obduktionen wehrten. Durch drei organisierte Treffen mit Vertretern der Rechtsmedizin erklärten die Staatsanwälte die Notwendigkeit fachärztlicher Untersuchungen.

Obwohl die Untersuchung zu Anklageerhebungen führte, äußerte Kotsevski Skepsis, dass der Staat Lehren aus der Tragödie ziehen werde. Wir entdeckten auch andere Straftaten bei einigen der Verdächtigen, was zusätzlich das systemische Versagen und die schwache Vor-Ort-Kontrolle bestätigt, erklärte er.