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NATO schießt iranische Ballistische Rakete über der Türkei ab – Ankara sendet Protestnote

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NATO-Luftabwehrsysteme haben am 5. März 2026 eine aus dem Iran abgefeuerte Ballistische Rakete abgefangen und zerstört, die über den Irak und Syrien geflogen war, bevor sie vor dem Eintritt in den türkischen Luftraum abgeschossen wurde. Fragmente fielen in der Grenzregion zu Syrien im Süden der Türkei, ohne gemeldete Opfer.

Ein türkischer Beamter erklärte, Ankara ist der Ansicht, dass die Rakete tatsächlich auf die britische Militärbasis in Zypern gerichtet war, aber von ihrer Route abwich, bevor sie abgefangen wurde. Der Iran bestreitet den Abschuss und behauptet, die Türkei sei ein "befreundetes Land".

Ankaras Reaktion war scharf – das Außenministerium bestellte den iranischen Botschafter ein, und Minister Hakan Fidan schickte persönlich eine Protestnote nach Teheran mit der Forderung, "jeden Schritt zu vermeiden, der zu einer Eskalation des Konflikts führen könnte".

Präsident Erdogan erklärte, die Türkei "überlasse nichts dem Zufall", wenn es um die Sicherheit ihrer Grenze und ihres Luftraums geht, und werde auf weitere feindliche Handlungen "entschlossen und ohne Zögern" reagieren.

Die NATO unterstützte die Türkei vollständig. Sprecherin Alison Hart verurteilte Irans "rücksichtslose Angriffe" in der Region und bestätigte die "feste" Verteidigungsposition der Allianz. US-Außenminister Marco Rubio kontaktierte Fidan persönlich und erklärte, Angriffe auf türkisches Hoheitsgebiet seien "inakzeptabel".

Analysten weisen darauf hin, dass Ankaras Position heikel ist – Erdogan hatte zuvor die US-israelischen Angriffe auf den Iran verurteilt, während Fidan iranische Gegenmaßnahmen im Golf kritisierte. Sollte der Iran absichtlich türkisches Territorium anvisieren, warnen Analysten, dass Ankara einen "direkten eigenen Gegenzug" erwägen wird.