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Präsidentin fordert dringende Reformen für Geschlechtergleichstellung und Schutz von Frauen

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Auf einer Parlamentssitzung zu Frauenrechten anlässlich des 8. März übte Präsidentin Gordana Siljanovska-Davkova scharfe Kritik an den Institutionen wegen ihres systematischen Versagens beim Schutz von Frauen vor Gewalt. "Warum verwandelt sich die Herrschaft des Rechts in die Herrschaft gewalttätiger Männer?" fragte die Präsidentin.

Siljanovska-Davkova verwies auf alarmierende Zahlen: Im Jahr 2025 wurden 4.745 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt und sechs Femizide registriert, und allein in den ersten zwei Monaten 2026 wurden bereits vier Frauen von Partnern oder Familienmitgliedern getötet.

Parlamentspräsident Afrim Gashi und mehrere Abgeordnete sprachen ebenfalls auf der Sitzung. Es wurde betont, dass das Hauptproblem nicht das Fehlen von Gesetzen ist, sondern ihre Nichtdurchsetzung.

Die Präsidentin forderte eine substanzielle Umsetzung der Istanbul-Konvention und eine stärkere Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen.

Die Abgeordneten sprachen sich für die Stärkung der Schutzmechanismen aus, einschließlich schnelleren Handelns der Behörden bei Anzeigen häuslicher Gewalt.