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Predatorgate: Chef der Spionagesoftware-Firma will kein \'Suendenbock\' fuer Griechenland sein

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Der Gruender der Firma Intellexa, die die Ueberwachungssoftware \'Predator\' entwickelte, kuendigte an, Berufung gegen das Urteil eines griechischen Gerichts einzulegen. Er und drei weitere Geschaeftsfuehrer wurden wegen illegaler Erhebung personenbezogener Daten bei Massenueberwachungen verurteilt.

Der als \'griechisches Watergate\' bekannte Skandal umfasst das Hacken Dutzender Telefone hochrangiger Regierungsbeamter, Oppositionsfuehrer, Militaerpersonal und Journalisten. Die Software \'Predator\' kann in iPhone- und Android-Geraete eindringen, um Anrufprotokolle, Nachrichten, E-Mails und Standortdaten zu extrahieren.

Mehrere griechische Regierungsbeamte, darunter der Chef des nationalen Geheimdienstes und ein hochrangiger Berater von Premierminister Kyriakos Mitsotakis, traten zurueck, nachdem bekannt wurde, dass Telefone von Journalisten kompromittiert worden waren. Dennoch wurde kein einziger Regierungsvertreter in diesem Fall verurteilt.

Der Gruender von Intellexa, Tal Dilian, erhielt im Februar eine Haftstrafe von acht Jahren. Er erklaerte, er werde kein \'Suendenbock\' fuer den Skandal sein.