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Sabotage an TurkStream-Pipeline bei Kanjiža vereitelt - vier Kilogramm Sprengstoff gefunden

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Die serbischen Sicherheitskräfte entdeckten vier Kilogramm Sprengstoff in der Nähe der Gaspipeline „TurkStream" bei Kanjiža, im nördlichen Teil der Vojvodina. Die Operation, an der Spezialeinheiten der Polizei, Militärpolizei, Drohnen und Suchhunde beteiligt waren, wurde am frühen Morgen durchgeführt.

Der Sprengstoff wurde in Rucksäcken gefunden, zusammen mit Zündern und Aktivierungsausrüstung, in der Nähe der Station Velebit - etwa 20 Kilometer vom Hauptgasknotenpunkt entfernt. Laut den Sicherheitsdiensten deuten die Markierungen des Sprengstoffs auf amerikanische Herstellung hin.

Der Direktor der Militärischen Sicherheitsagentur (VBA) Đuro Jovanić erklärte, die Operation sei „außerordentlich erfolgreich" gewesen und auf Monate geheimdienstlicher Arbeit gefolgt. „Wir hatten Informationen, dass ein militärisch ausgebildeter Migrant versuchen würde, die Gasinfrastruktur zu sabotieren", erläuterte er.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić bestätigte die Entdeckung und kontaktierte umgehend den ungarischen Premierminister Viktor Orbán. Orbán berief als Reaktion eine außerordentliche Sitzung des Verteidigungsrats ein.

Laut Quellen wurde drei Tage zuvor ein versuchter Drohnenangriff auf dieselbe Gaspipeline vereitelt. Mehrere Straßen zwischen den Dörfern Trešnjevac, Vojvoda Zimonjić und Velebit waren während der Operation gesperrt.

Dieser Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit der kritischen Energieinfrastruktur auf dem Balkan auf, insbesondere der Gaspipeline, die Serbien und Ungarn mit russischem Gas verbindet.