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Serbien verbietet Kraftstoffexporte bis zum 19. Maerz

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Die serbische Regierung beschloss in einer Notsitzung ein voruebergehendes Verbot der Ausfuhr von Oel und Oelprodukten - Diesel, Benzin und Rohoel. Das Verbot gilt fuer alle Transportarten und laeuft bis zum 19. Maerz, mit der Moeglichkeit einer Verlaengerung.

Energieministerin Dubravka Djedovic Handanovic begruendete die Entscheidung: Zweck des Verbots sei es, den Inlandsmarkt vor Engpaessen und Preisspitzen durch globale Marktstoerungen zu schuetzen.

Die Entscheidung fiel im Kontext eines Rekordanstiegs der globalen Oelpreise: Brent-Rohoel ueberschritt 110 Dollar an europaeischen Boersen und erreichte 120 Dollar auf asiatischen Maerkten, aufgrund der Eskalation im Nahen Osten und der Schliessung der Strasse von Hormuz.

Die bestehenden Kraftstoffpreise in Serbien sind niedriger als auf dem internationalen Markt, was spekulative Kaeufe fuer den Wiederverkauf anregte. Das Verbot soll einen Kraftstoffabfluss und potenzielle inlaendische Engpaesse verhindern.

Notfallkonsultationen zwischen G7-Laendern und der Internationalen Energieagentur suchen nach einer koordinierten internationalen Reaktion auf die Krise. Der Westbalkan ist aufgrund der Importabhaengigkeit und begrenzter Reserven besonders anfaellig.