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Junge Spanierin nach Rechtsstreit mit ihrem Vater durch Sterbehilfe gestorben - zuvor Vergewaltigung und Suizidversuch ueberlebt

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Eine 25-jaehrige Spanierin aus Barcelona ist nach einem langen Rechtsstreit mit ihrem Vater durch Sterbehilfe gestorben. Noelia Castillo ueberlebte einen Suizidversuch im Oktober 2022, als sie unter Kokaineinfluss vom fuenften Stock sprang, was zu einer Querschnittslaehmung fuehrte.

Die medizinische Dokumentation bestaetigte schwere, chronische und behindernde Schmerzen ohne Aussicht auf Besserung. Die katalanische Regierung genehmigte ihren Antrag auf Sterbehilfe im Sommer 2024, doch der Eingriff wurde im letzten Moment durch rechtliche Einwaende ihres Vaters gestoppt, unterstuetzt von der konservativen Organisation Christliche Anwaelte.

Nach einem 18-monatigen Rechtsstreit entschied der Europaeische Gerichtshof fuer Menschenrechte zu ihren Gunsten. In Medieninterviews hatte sie offenbart, zweimal sexuell angegriffen worden zu sein - einmal von einem frueheren Partner und erneut 2022 von drei Maennern, wobei sie den zweiten Vorfall als Wendepunkt beschrieb.

\'Ich moechte einfach friedlich gehen und den Schmerz beenden\', sagte sie. Sie bat darum, ihr schoenstes Kleid zu tragen und fuer die Prozedur geschminkt zu werden, wobei sie die Familienmitglieder bat, sich zu verabschieden, aber in den letzten Momenten allein mit dem Arzt sein wollte.

Das spanische Sterbehilfegesetz trat 2021 in Kraft. Die Daten zeigen, dass 2024 insgesamt 426 Antraege auf Sterbehilfe genehmigt wurden. Dies ist der erste Fall, in dem Gerichte ueber einen solchen Antrag entschieden haben.