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Studenten protestieren in Skopje - fordern Justizprüfung auf Albanisch

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Hunderte Studenten protestierten heute in Skopje und forderten das Recht, die Justizprüfung auf Albanisch abzulegen. Der Protest begann an der Steinernen Brücke und setzte sich zum Justizministerium fort.

385 Jurastudenten von drei Universitäten (UT, UJIE und UNT) stellten einen Antrag, den das Justizministerium ablehnt, trotz der Warnung des Sprachinspektorats, dass die Ablehnung die Verfassung und gesetzliche Verpflichtungen verletzt.

Die Frage löst eine bedeutende politische Debatte aus. Premierminister Mickoski erklärte, er werde eine Lösung suchen, deutete aber an, dass das aktuelle Gesetz die Ablegung der Prüfung auf Albanisch nicht erlaubt. Die DUI entgegnete, dass „die Garantien für Rechte offensichtlich nur während des Wahlkampfs gelten".

Der Vorsitzende der VLEN, Izet Mexhiti, rief zu systemischen Veränderungen auf: „Partielle Gesetze geben partielle Lösungen. Deshalb ist der Protest ein Aufruf zum Bewusstsein für alle politischen und gesellschaftlichen Akteure".

Der Volksanwalt reichte konkrete Gesetzesvorschläge zur Harmonisierung mit dem Sprachengesetz ein, das vorsieht, dass „staatliche Institutionen die Verwendung anderer Amtssprachen ermöglichen müssen, die von mindestens 20 Prozent der Bürger gesprochen werden".