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Trump kuendigt an: Nach dem Iran werden Russland-Sanktionen wieder eingefuehrt

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US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die vorübergehend ausgesetzten Ölsanktionen gegen Russland nach dem Ende der Iran-Krise wieder eingeführt werden.

In einem Telefoninterview mit NBC News rechtfertigte Trump die Lockerung der Strafmaßnahmen als notwendig zur Stabilisierung der globalen Energieversorgung. "Ich will, dass die Welt Öl hat. Ich will Öl", erklärte der amerikanische Staatschef.

Einige Tage zuvor hatte das US-Finanzministerium eine vorübergehende Genehmigung für Länder erteilt, russisches Rohöl zu kaufen, das derzeit auf See blockiert ist. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die durch den Nahostkonflikt ausgelösten Energiepreissteigerungen einzudämmen.

Trump ließ offen, ob seine Regierung diese Genehmigung über den 11. April hinaus verlängern würde, falls der Konflikt andauert. Zuvor hatte Indien eine Ausnahme für den Kauf bereits geladenen russischen Öls erhalten, um die Versorgungsstörungen aus dem Golf auszugleichen.

Kiew reagierte scharf. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte, dass die Aufhebung der russischen Sanktionen einen "schweren Schlag" und eine "Blamage für den Ruf" der Welt darstelle.

Konfrontiert mit westlicher Kritik, lenkte Trump die Schuld auf Selenskyj, weil dieser ein Friedensabkommen mit Wladimir Putin abgelehnt habe. "Ich bin überrascht, dass Selenskyj keinen Deal will", sagte er.

Russland begrüßte die Entscheidung. Kirill Dmitrijew, Russlands oberster Wirtschaftsunterhändler im Kreml, betonte, dass russische Energie für die Bewältigung der schlimmsten Energiekrise der Welt unverzichtbar sei.