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Ukrainischer Aktivist behauptet, in einem Rekrutierungszentrum entführt und verprügelt worden zu sein

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Der ukrainische politische Aktivist und ehemalige politische Gefangene Wolodymyr Baluch behauptet, in einem militärischen Rekrutierungszentrum in Kiew verprügelt worden zu sein. Die Abgeordneten Wladimir Arjew und Sofia Fedina meldeten den Vorfall in den sozialen Netzwerken und deuteten an, der Angriff sei politisch motiviert gewesen.

Laut seiner Aussage haben Männer in Militäruniformen ihn gewaltsam in einen Transporter gesteckt und zum Rekrutierungszentrum gebracht. Baluch zeigte Prellungen an Brust und Schulter. Als Person mit Behinderung äußerte er Bedenken über die Behandlung, die er erfahren hatte.

Baluch wurde zuvor im Dezember 2016 von den russischen Behörden unter Waffenvorwürfen festgenommen und verbrachte fast vier Jahre im Gefängnis, bevor er im September 2019 als Teil eines Gefangenenaustauschs freigelassen wurde. Er ist bekannt für seinen proukrainischen Aktivismus während der russischen Besetzung der Krim.

Das Kiewer Zentrum für Rekrutierung und soziale Unterstützung bestritt die Anschuldigungen und behauptete, dass „das militärische Personal keine rechtswidrigen Handlungen vorgenommen" habe. Das Zentrum kündigte an, eine interne Untersuchung zur Klärung der Umstände eingeleitet zu haben.