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Ungarn wütend über Leben im korruptesten EU-Land - Orbán vor Wahlniederlage

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Die wachsende Unzufriedenheit über Korruption in Ungarn könnte Premierminister Viktor Orbán bei den Wahlen am 12. April teuer zu stehen kommen und möglicherweise das Ende seiner 16-jährigen Regierung bedeuten.

Der von Orbáns engstem Kreis angehäufte Reichtum sorgt für immer größere Unzufriedenheit unter den Bürgern, die mit schwachem Wirtschaftswachstum, hoher Inflation und dem Verfall der öffentlichen Infrastruktur kämpfen. Transparency International stuft Ungarn als korruptestes Land in der EU ein.

Der unabhängige Abgeordnete Ákos Hadházi, ein führender Antikorruptionskämpfer, behauptet, dass die Korruption seit 2016 jährlich 2,84 Milliarden Euro aus der Staatskasse abzieht.

Orbáns 85-jähriger Vater Győző besitzt mehrere Bauunternehmen und Luxusimmobilien im Wert von Hunderten Millionen Dollar. Sein Schwiegersohn István Tiborcz wurde durch öffentliche Aufträge für Straßenbeleuchtung einflussreich, während der Kindheitsfreund Lőrinc Mészáros - ein ehemaliger Klempner - mit einem Vermögen von 4,8 Milliarden Dollar zum reichsten Ungarn wurde.

„Der Wettbewerb existiert offiziell auf dem Papier, aber die Gewinner sind von vornherein bestimmt", erklärte ein anonymer Bauunternehmer.

Oppositionsführer Péter Magyar verspricht, die eingefrorenen EU-Gelder zurückzuholen und zu untersuchen, wie der Reichtum der aktuellen Führung angehäuft wurde, falls er die Wahlen gewinnt.