Skip to content

23 Jahre seit der Ermordung von Zoran Đinđić – der Reformpremier, der seinen Kampf gegen das Verbrechen mit dem Leben bezahlte

1 Min. Lesezeit
Teilen

Heute, am 12. März, gedachte Serbien des 23. Jahrestags der Ermordung von Premierminister Zoran Đinđić. Das Attentat ereignete sich um 12:25 Uhr, als ein Scharfschütze aus dem Hinterhalt schoss, während der Premierminister das Regierungsgebäude in Belgrad verließ.

Đinđić leitete die Demokratische Partei und diente als erster demokratisch gewählter Premierminister nach dem Fall des Regimes von Slobodan Milošević. Im Alter von 50 Jahren zum Zeitpunkt des Attentats war er eine Schlüsselfigur der postrevolutionären Transformation, mit Schwerpunkt auf Staatsmodernisierung, europäischer Integration und dem Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität.

Nach dem Attentat wurde in Serbien der Ausnahmezustand ausgerufen, der bis zum 22. April 2003 dauerte. Die Polizei führte die Operation „Säbel" durch, die zu mehr als 11.000 Verhaftungen führte. Milorad Ulemek und Zvezdan Jovanović wurden jeweils zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt.

Đinđić wurde am 15. März 2003 beigesetzt, mit Anwesenheit von mehr als 70 ausländischen Delegationen – eine der größten diplomatischen Zusammenkünfte in Serbien zu jener Zeit.