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Anwälte fordern Zusammenlegung der Pulse-Fälle – 25 Polizisten in drei separaten Verfahren angeklagt

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Bei der heutigen Anhörung im Prozess über den Brand im "Pulse" in Kochani beantragten Verteidigungsanwälte die Zusammenlegung des bestehenden Verfahrens mit den neuen Anklagen gegen 13 Polizisten, mit dem Ziel, alle Fälle in einem einzigen Verfahren zu führen.

Insgesamt 25 Polizisten werden in drei separaten Anklageschriften angeklagt, parallel zum Hauptverfahren gegen 35 Zivilpersonen und drei Unternehmen. Diese Struktur schafft vier gleichzeitige Gerichtsverfahren, und Rechtsexperten warnen, dass ein solcher Ansatz die Effektivität der Justizreaktion infrage stellen könnte.

In einem der Fälle erklärten drei Polizisten aus Kochani, die wegen Amtsmissbrauchs angeklagt sind – weil sie Inspektionen im "Pulse" mit Verstößen dokumentierten, die einem anderen Gastronomiebetrieb zugeordnet wurden –, dass sie sich nicht schuldig fühlen.

Der Staatsanwalt teilt die Fälle nach Zeiträumen und konkreten Handlungen auf: neun Beamte sind wegen Machtmissbrauchs bei Inspektionen im Zeitraum 2022–2023 angeklagt, während 13 Polizisten noch auf Anklagen für schwerere Straftaten im Zusammenhang mit den direkten Ereignissen während der Tragödie warten.

Verteidigungsanwalt Petre Shilegov äußerte Bedenken: "Die Staatsanwaltschaft sollte ihre Position überdenken. Wenn Polizisten nicht wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit angeklagt werden können, muss die Staatsanwaltschaft klären, welche Angeklagten überhaupt solchen Anklagen ausgesetzt werden können."

Der Prozess wird mit der Befragung neuer Zeugen, die von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagen wurden, fortgesetzt, während die Öffentlichkeit das Verfahren zum Jahrestag der Tragödie mit enormer Aufmerksamkeit verfolgt.