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Der Anwalt, der den Begnadigungsskandal aufdeckte: Magyars Sieg reicht nicht aus

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Ein anonymer Anwalt, bekannt als der Provinzanwalt (Vidéki Prókator), sandte eine Botschaft an den Tisza-Vorsitzenden Péter Magyar und warnte, dass der Sieg allein für substanzielle Veränderungen in Ungarn nicht ausreiche.

Dieser Anwalt wurde bekannt, nachdem er Gerichtsdokumente enthüllt hatte, die zeigten, dass die ehemalige Präsidentin Katalin Novák einen verurteilten stellvertretenden Direktor eines Kinderheims in Bicske begnadigt hatte. Endre K. hatte einem pädophilen Direktor geholfen und missbrauchte Kinder gezwungen, ihre Aussagen zurückzuziehen.

Die Enthüllung, dass Behörden, die behaupteten, „christliche Werte" und den Kinderschutz zu verteidigen, heimlich einen Komplizen bei Missbrauch freigelassen hatten, löste die größten Proteste in Budapest in den letzten vierzehn Jahren aus.

Die Folgen des Skandals waren enorm: Präsidentin Novák trat zurück, Justizministerin Judit Varga zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück, und Bischof Zoltán Balog verlor seine politische Macht.

Magyar, Vargas ehemaliger Ehemann, nutzte die öffentliche Empörung und gründete die Tisza-Partei. Der Provinzanwalt, der Magyar als „politisches Genie" beschrieb, warnt, dass „jeder Abriss, der nur zerstört, ohne gleichzeitig zu schaffen, unweigerlich zur Wiederherstellung der alten Ordnung führt".