Skip to content

Briten kaufen in Panik Treibstoff – Europa sucht nach alternativen Ölversorgungsrouten

1 Min. Lesezeit
Teilen

Die Meldungen über die Schließung der Straße von Hormus und die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten lösten Panikeinkäufe unter britischen Autofahrern aus. Die Menschen stürmen die Tankstellen, überall im Land und in London bildeten sich lange Schlangen – manche mit Reservekanistern.

30% des weltweiten Seehandels mit Öl und 20% des Erdgashandels laufen durch die Straße von Hormus. Katar, einer der wichtigsten Exporteure von Flüssigerdgas, hat bereits "höhere Gewalt" ausgerufen und Vertragslieferungen gestoppt.

Europa erkundet nun intensiv alternative Versorgungsrouten: über den Suezkanal (wo die Kapazitäten unter Druck stehen), um Afrika herum (länger und deutlich teurer), oder durch Diversifizierung zu näheren Lieferanten auf Märkten, die nicht vom Golf abhängig sind.

Ölanalysten warnen, dass Europa besonders anfällig für Erdgaspreise ist. Nordafrikanische und norwegische Pipeline-Lieferungen können die Lücke teilweise schließen, aber nicht vollständig und nicht langfristig ohne zusätzliche Vertragsvereinbarungen.

Das Forschungsinstitut Finance Think bewertet die Prognose eines "unvermeidlichen globalen Ölschocks" derzeit als verfrüht, warnt aber, dass eine anhaltende Blockade ernsthafte Folgen haben wird, besonders für Länder, die stark von Energieimporten abhängig sind.