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Diabetiker seit Monaten ohne Medikamente - Gesundheitsfonds kündigt neues Modell an

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Diabetespatienten in Mazedonien sind seit Monaten mit einem ernsthaften Mangel an Medikamenten, Insulin, Teststreifen und Glukosesensoren konfrontiert. Die Lage ist alarmierend, und chronisch Kranke sind gezwungen, Therapien selbst zu kaufen oder Ressourcen zu teilen.

Der Vorsitzende des Verbands der Diabetesvereinigungen, Dime Velev, warnte, dass die Situation bereits seit mehreren Monaten andauere und besonders Typ-1-Diabetiker betreffe, die vollständig auf Insulintherapie angewiesen sind. „Wir haben nicht genügend Therapie für die Diabetiker. Die Sensoren sind in begrenzten Mengen verfügbar, oft nur für einen Monat“, erklärte Velev.

Am stärksten betroffen sind kleinere Städte - Radoviš, Kočani und Resen - wo der Mangel an spezialisiertem medizinischem Personal die Situation zusätzlich verschlechtert. Velev wies darauf hin, dass auch Krankenschwestern für die Patientenaufklärung fehlen, was für die richtige Krankheitsbewältigung entscheidend ist.

Ohne regelmäßige Therapie und Überwachung sind die Patienten dem Risiko von Hypoglykämie, Gangrän, Erblindung und anderen chronischen Komplikationen ausgesetzt. Ein Teil von ihnen ist gezwungen, Medikamente auf dem privaten Markt zu beschaffen, was für viele finanziell untragbar ist.

Der Gesundheitsversicherungsfonds kündigte ein neues Modell zur Bereitstellung von Therapien und medizinischen Hilfsmitteln an, mit verbesserten Versorgungsmechanismen und klaren Kriterien für den Erhalt von Ausrüstung. Die Patientenverbände fordern eine dringende Umsetzung dieser Maßnahmen, um eine weitere Verschlechterung der gesundheitlichen Ergebnisse zu verhindern.