Skip to content

Mucunski in Budapest: Mazedonien ist ein berechenbarer EU-Partner und erwartet das Gleiche im Gegenzug

1 Min. Lesezeit
Teilen

Außenminister Timcho Mucunski nahm am Budapest Balkans Forum 2026 in Ungarn teil und ergriff das Wort im Panel "Mitteleuropa und der Westliche Balkan in der neuen geopolitischen Ära". Neben Mucunski debattierten der ungarische Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Handel Peter Szijjarto und der montenegrinische Vizeministerpräsident für Außenpolitik Filip Ivanovic.

Mucunski betonte, dass Mazedonien eine stark pro-europäische Gesellschaft hat und dass die Regierung den europäischen Reformen und der vollständigen Ausrichtung mit der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU verpflichtet ist. "Unsere Aufgabe ist es, ein berechenbarer Partner der Europäischen Union zu sein, aber wir erwarten dasselbe im Gegenzug", erklärte er und stellte fest, dass Berechenbarkeit gegenseitig sein muss. In diesem Zusammenhang erwartet Mazedonien einen klaren, glaubwürdigen und berechenbaren EU-Erweiterungsprozess.

Der Minister hob die strategische Bedeutung der Korridore 8 und 10 für regionale Sicherheit, Wirtschaft und Handel hervor und unterstrich den Bau eines Interconnectors mit Griechenland, der den Zugang zu Flüssigerdgas vom Hafen Alexandroupolis ermöglichen wird. Zu den Prioritäten des Außenministers gehörte auch die Stärkung der Partnerschaft mit Ungarn, einem Land, das Mucunski als "strategischen Partner und Unterstützer von Mazedoniens europäischem Weg" bezeichnete.

Mucunski fügte hinzu, dass unter den Bedingungen verstärkter Sicherheits- und geopolitischer Herausforderungen Regierungen schnell anpassen und zusammenarbeiten müssen, da Zusammenarbeit "die einzige echte Option" sei. Der Besuch in Budapest ist Teil von Mazedoniens diplomatischem Engagement in der Region zu einem Zeitpunkt, als geopolitische Umwälzungen, vor allem der Iran-Konflikt und die Situation in der Ukraine, den Druck auf die EU-Erweiterung erhöht haben.