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Ölpreis nähert sich 100 Dollar pro Barrel: Hormuz-Straße fast vollständig blockiert

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Der Preis für Brent-Rohöl stieg innerhalb weniger Tage um mehr als 25 Prozent und überschritt die 90-Dollar-Marke pro Barrel, nachdem Militäroperationen im Nahen Osten die Straße von Hormuz nahezu vollständig blockierten. In einer einzigen Woche stieg der Preis um mehr als 8 Prozent auf 92,69 Dollar pro Barrel — der höchste Stand seit 2023.

Bob McNally vom Rapidan Energy Group warnt, dass Brent in den nächsten Tagen oder Wochen 100 Dollar pro Barrel oder mehr erreichen dürfte. Die Ölmärkte reagieren auf den nahezu vollständigen Stillstand des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz — eine Wasserstraße, durch die täglich rund 20 Millionen Barrel Öl fließen, also fast ein Fünftel des weltweiten Verbrauchs.

Im Persischen Golf sind derzeit nur neun leere Supertanker sichtbar, und die Alternativrouten, auf die Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Exporte umleiten, können nur etwa ein Drittel des normalen Volumens abdecken.

Katars Energieminister Saad al-Kaabi warnte, dass die Preise bei anhaltenden Konflikten sogar 150 Dollar pro Barrel erreichen könnten. Katar hat für bestimmte Flüssiggaslieferungen bereits höhere Gewalt erklärt. Analysten von Goldman Sachs warnen ebenfalls, dass der Preis die 100-Dollar-Marke überschreiten wird, wenn die Krise nicht gelöst wird.

Die Folgen gehen über Öl hinaus. Der Dieselpreis stieg in einer Woche um mehr als 50 Prozent, das Kerosin überschritt in einigen Regionen 200 Dollar pro Barrel, und das europäische Erdgas stieg um rund 67 Prozent. Experten warnen, dass ein anhaltender Energieschock weltweit die Inflation antreiben, Lebensmittel- und Transportkosten erhöhen und die industrielle Produktion verringern wird.