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Politischer Kampf nach der Tragödie in Karpoš: SDSM fordert Rücktritt, VMRO-DPMNE antwortet

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Die Tragödie im Skopjer Stadtteil Karpoš, bei der eine Mutter und ihr kleines Kind ums Leben kamen, ist zum Gegenstand einer heftigen politischen Debatte in Mazedonien geworden. SDSM forderte den Rücktritt von Innenminister Panche Toshkovski und behauptete, die zuständigen Institutionen seien gewarnt worden, hätten aber nicht entsprechend reagiert.

"Statt Kondolenztelegrammen hätte Toshkovski etwas unternehmen müssen", erklärte SDSM und beschuldigte die Verantwortlichen des institutionellen Versagens im System zum Schutz von Opfern häuslicher Gewalt.

VMRO-DPMNE antwortete scharf und warf SDSM vor, Tragödien "ausschließlich für politische Punkte" zu instrumentalisieren. Die Partei wies darauf hin, dass SDSM in der Opposition ähnliche Fälle für politische Zwecke genutzt hatte. "Als sie an die Macht kamen, vergaßen sie das", hieß es in der Mitteilung.

VMRO-DPMNE betonte, dass "die Arbeit heute offen und transparent erledigt wird und die Schuldigen Namen und Gesichter haben", und appellierte, Tragödien nicht für politische Ziele zu missbrauchen.

Minister Toshkovski hatte zuvor die Einzelheiten des Vorfalls bekanntgegeben und einen strengen Befehl erteilt, dass die Polizei beim geringsten Verdacht auf häusliche Gewalt einzuschreiten hat, unabhängig von der Aussage des Opfers.