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Putin bietet Europa Öl und Gas an - aber unter Bedingungen für langfristige Zusammenarbeit

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Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, Russland sei bereit, Europa mit Öl und Erdgas zu versorgen, vorausgesetzt, europäische Länder zeigen Interesse an langfristiger Zusammenarbeit ohne politischen Druck auf Russland. "Wenn europäische Unternehmen und Käufer sich entscheiden, sich neu auszurichten und uns stabile Zusammenarbeit ohne politischen Druck zu bieten, bitte sehr. Wir haben nie abgelehnt. Wir sind bereit, mit Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale, dass sie das wollen", erklärte Putin bei einem Fernsehgespräch.

Die Aussage kommt in einem Moment, in dem der globale Ölmarkt mit einem starken Preisanstieg konfrontiert ist. Rohöl überstieg die Marke von 100 Dollar pro Barrel zum ersten Mal seit 2022 und erreichte fast 120 Dollar, bevor es sich stabilisierte. Die Ursache ist der Konflikt im Iran und die Bedrohung des freien Transits durch die Straße von Hormus, eine Schlüsselroute für mehr als 20 Prozent der globalen Ölversorgung.

Russland liefert derzeit weiterhin Öl an vertrauenswürdige asiatische Partner, während unter den europäischen Ländern Ungarn und die Slowakei die Ausnahmen bilden, die russisches Öl über die Druzhba-Pipeline erhalten, obwohl der Transit durch die Ukraine ausgesetzt ist. Die EU verhängte 2022 nach der Invasion der Ukraine ein Verbot der Einfuhr von russischem Seeöl.

Parallel dazu erwägt auch die amerikanische Regierung eine teilweise Lockerung der Sanktionen für russisches Öl, um die globalen Energiepreise zu stabilisieren. Wenn sich beide Schritte - Russlands Angebot und die amerikanische Lockerung - gleichzeitig materialisieren, würde dies eine signifikante Veränderung auf der globalen Energiekarte signalisieren, mit weitreichenden Konsequenzen für die geopolitischen Beziehungen zwischen dem Westen und Moskau.