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Tomahawk in der Nähe einer Mädchenschule im Iran - Aufnahmen widersprechen Trump

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Auf sozialen Medien veröffentlichte Aufnahmen, deren authentische Quelle die iranische Agentur Mehr ist, zeigen den Einschlag einer US-amerikanischen Tomahawk-Marschflugkörper in der Nähe einer Mädchenschule in Minab, Iran. Die Investigativgruppe Bellingcat geoortete die Aufnahmen und bestätigte, dass der Angriff am 28. Februar in unmittelbarer Nähe einer Marinestation der Revolutionsgarde stattfand.

Satellitenbilder von Planet Labs zeigen zwei schwer beschädigte Strukturen: eine Klinik und ein mit Erde bedecktes Gebäude der Garde. Bellingcats Analyse identifizierte die unterirdische Militäranlage als primäres Ziel, während die nahegelegene Schule und das Gesundheitszentrum Kollateralschäden erlitten. Dutzende Schulmädchen wurden bei dem Angriff getötet, was internationale Verurteilung auslöste.

Die Erkenntnisse widersprechen direkt den früheren Aussagen von Präsident Donald Trump, der den Iran anfangs für den Schulangriff beschuldigte. Nachdem die Aufnahmen veröffentlicht wurden, ruderte Trump zurück und erklärte: "Ich weiß nicht genug" darüber, wer verantwortlich sei. Diese Umkehrung beunruhigte Kritiker, die bereits die Art und Weise in Frage stellten, wie die Militäroperation durchgeführt wird.

Der Fall Minab vertiefte die Divergenz der Narrative zwischen Washington und Teheran bezüglich der Verantwortlichkeit im Konflikt. Der Iran beschreibt Angriffe auf zivile Infrastruktur als direkte Folge der amerikanisch-israelischen Militäroperation, während die amerikanische Seite besteht, dass ihre Angriffe präzise auf militärische Ziele ausgerichtet seien. Das Tomahawk-Video erschwerte diese Behauptungen mit konkretem Videobeweis.