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Inflation in den USA springt auf 3,3 Prozent - Iran-Konflikt verteuert das Leben

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Die Inflation in den Vereinigten Staaten ist im März auf 3,3 Prozent auf Jahresbasis gestiegen, was die höchste Rate seit fast zwei Jahren darstellt. Auf Monatsbasis stiegen die Preise um 0,9 Prozent, wobei der Benzinpreis den größten Schlag erlitt.

Haupttreiber des Inflationsanstiegs ist der Konflikt mit dem Iran und die Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Erdgas fließt. Trotz des angekündigten Waffenstillstands blieb die Zahl der Schiffe, die die Meerenge passieren, drastisch reduziert - nur 15 gegenüber den üblichen 138.

Benzin verzeichnete einen Anstieg von 21,2 Prozent innerhalb eines Monats, was den größten monatlichen Preisanstieg darstellt, seit das Bureau of Labor Statistics diese Daten ab 1967 erfasst. Der Anstieg der Kraftstoffpreise schwappt auch auf andere Sektoren über - Flugtickets, Kleidung und Haushaltskosten verzeichnen bereits Steigerungen.

Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie stieg moderat um 0,2 Prozent auf Monatsbasis, was zeigt, dass sich der Preisschock noch nicht vollständig auf den breiteren Verbraucherwarenkorb ausgeweitet hat. Analysten warnen jedoch, dass teurerer Diesel, Transport und Düngemittel bald Druck auf die Lebensmittel- und Dienstleistungspreise ausüben könnten.

Die Federal Reserve steht vor einer schwierigen Entscheidung - ob sie die hohen Zinssätze zur Inflationsbekämpfung beibehalten oder die Unzufriedenheit der Verbraucher wegen anhaltend hoher Preise riskieren soll. Experten schätzen, dass sich der Inflationstrend weiter verschärfen könnte, wenn die geopolitische Instabilität anhält.