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IWF warnt - arme Staaten werden vom Krieg mit dem Iran am härtesten getroffen

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Die Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, warnte, dass der Konflikt im Nahen Osten die ärmsten Staaten ohne eigene Energiereserven am härtesten treffen wird.

Der Krieg treibt die Welt bereits in Richtung höherer Inflation und langsameren Wirtschaftswachstums. Die Störung der globalen Energieversorgung, insbesondere nach der iranischen Blockade der Straße von Hormus - durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels fließt - hat das globale Ölangebot um 13 Prozent reduziert.

Georgiewa betonte, dass verwundbare Staaten, die nicht über die fiskalische Kapazität verfügen, ihre Bürger vor Preiserhöhungen zu schützen, am stärksten betroffen sind. 85 Prozent der IWF-Mitgliedstaaten importieren Energie, was sie diesen Schocks direkt aussetzt.

Die früheren IWF-Prognosen für ein globales Wachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2026 und 3,2 Prozent im Jahr 2027 werden aufgrund des Konflikts nun nach unten revidiert.

Selbst Exporteure spüren die Folgen. Katar zum Beispiel könnte drei bis fünf Jahre benötigen, um 17 Prozent seiner Erdgasproduktion wiederherzustellen. Die Internationale Energieagentur hat Schäden an 72 Energieanlagen dokumentiert, von denen ein Drittel schwere Beschädigungen erlitten hat.

Das Welternährungsprogramm warnt, dass Millionen Menschen von akutem Hunger bedroht sein könnten, wenn die Kämpfe bis Juni andauern.