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Apple bietet den Leuten des eingestellten Huxe Jobs an und lizenziert dessen Technologie: Von dem Deal erfahren wir aus Brüssel, nicht aus Cupertino

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Apple bietet den Leuten des eingestellten Huxe Jobs an und lizenziert dessen Technologie: Von dem Deal erfahren wir aus Brüssel, nicht aus Cupertino

Apple hat Huxe nicht gekauft. Zumindest nicht auf dem Papier. In einer Meldung an die EU-Kommission legte das Unternehmen offen, es habe vereinbart, „bestimmten Beschäftigten von Huxe AI“ Jobs anzubieten und eine nicht-exklusive Lizenz für das geistige Eigentum des Start-ups zu erhalten. Die Firma wird nicht Teil von Apple. Nach Cupertino gehen die Menschen und das Recht, zu nutzen, was sie erfunden haben.

Solche Deals nennt die Branche „Reverse Acqui-Hire“ - man kauft das Team, ohne die Firma zu kaufen. In den letzten Jahren sind sie zum Lieblingswerkzeug großer Tech-Konzerne geworden: Man stellt die Gründer ein, lizenziert die Technologie und bekommt KI-Talente, entgeht dabei aber einem Teil der kartellrechtlichen Kontrolle, die eine klassische Übernahme mit sich bringt. Was bleibt vom Start-up? Im Fall von Huxe - fast nichts.

Huxe wurde von Entwicklern gegründet, die zuvor an den KI-generierten Podcasts in Googles NotebookLM gearbeitet hatten, dem Werkzeug, das inzwischen in Gemini Notebook umbenannt wurde. Am 21. Mai kündigte das Start-up sein Ende an: Die App verschwindet aus den Stores von Apple und Google, der Dienst wird eingestellt, die Nutzerdaten werden gelöscht. „Das Team wendet sich neuen Dingen zu, und wir werden das Produkt nicht weiterentwickeln“, schrieben sie. Am 9. Juni, keine drei Wochen später, meldete Apple den Deal bereits bei der europäischen Aufsicht an.

Die Meldung verrät nicht, wer ein Angebot bekam, ob jemand annahm und was Apple mit der Technologie vorhat. Mehr sagt das Timing: Huxe verkündete das Aus nur einen Tag, nachdem Spotify eigene Funktionen für KI-generierte Podcasts vorgestellt hatte, Apple will also womöglich etwas Ähnliches für seine Podcasts-App. Die Chefs der Tech-Konzerne glauben offenbar, dass personalisierter Ton, den eine Maschine vorliest, echte Podcasts ersetzen kann. Wie viele normale Hörer das wollen, weiß noch niemand. Und von dem ganzen Geschäft erfahren wir aus Brüssel, nicht aus Cupertino.