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Mazedoniens Frauen schlagen Kroatien in Ohrid, Vardar bekommt eine letzte Verwarnung der EHF, und Europa wartet auf ein skandinavisches Finale

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Mazedoniens Frauen schlagen Kroatien in Ohrid, Vardar bekommt eine letzte Verwarnung der EHF, und Europa wartet auf ein skandinavisches Finale

Bukarest: Reistad führt Norwegen ins Finale

Titelverteidiger Norwegen hat Ungarn im Halbfinale des ersten Final Four des EHF EURO Cup der Frauen in Bukarest mit 27:23 geschlagen. Das ist der 19. Sieg im 19. Spiel dieses Wettbewerbs. Kapitänin Henny Reistad, dreimal in Folge IHF-Welthandballerin, traf elfmal bei 15 Versuchen und steht nun bei 46 Toren in der Torschützenliste. Die Ungarinnen, angeführt von Katrin Klujber mit neun Toren, kamen auf 16:17 und 20:22 heran, aber nicht weiter. Norwegen schlug Ungarn zum 21. Mal im 29. direkten Duell - eine Statistik, die eher nach Gewohnheit als nach Rivalität aussieht.

Dänemark macht das skandinavische Finale perfekt

Im zweiten Halbfinale bezwang Dänemark Gastgeber Rumänien mit 28:20. Torhüterin Anna Kristensen kam auf 15 Paraden, die Rumäninnen erzielten nach der Pause in 18 Minuten nur zwei Tore und vergaben drei Siebenmeter. Rumänien hat Dänemark seit Olympia 2016 in Rio in keinem Pflichtspiel besiegt - und diese Serie geht weiter. Das Finale Norwegen - Dänemark ist heute um 16 Uhr, eine Neuauflage der Endspiele der EHF EURO 2022 und 2024, beide von Norwegen gewonnen. Um Bronze spielen Rumänien und Ungarn. Die Frage ist nicht, ob Skandinavien gewinnt, sondern welche Hälfte.

Ohrid: Platz zwei für Marković zum Start

Die mazedonische Frauen-Nationalmannschaft beendete die „Trophäe Mazedonien 2026“ in Ohrid auf Platz zwei, nach einem 25:22 gegen Kroatien im Sportzentrum „Biljanini Izvori“. Die Mazedonierinnen führten 3:0 und zur Pause 14:9, doch Kroatien glich in der 51. Minute zum 19:19 aus und kurz vor Schluss noch einmal zum 22:22. Entschieden wurde es durch ein Tor ins leere Netz und einen weiteren kroatischen Fehler. Sara Ristovska war mit sechs Toren beste Werferin und beendete das Turnier auch als Torschützenkönigin. Zuvor hatte Mazedonien Serbien mit 29:21 besiegt und gegen Montenegro verloren, das das Turnier gewann. Es waren die ersten drei Spiele für den neuen Nationaltrainer Igor Marković vor der Europameisterschaft. Ein Fünf-Tore-Vorsprung, der zweimal zum Unentschieden schmolz - für einen Trainer eine bessere Lektion als ein leichter Sieg.

Vardar bekommt letzte Verwarnung der EHF

Wegen Gegenständen, die beim verlorenen Champions-League-Spiel gegen Nantes von den Rängen geworfen wurden, hat die Europäische Handballföderation RK Vardar verwarnt. Die Botschaft ist klar: Der nächste Verstoß bringt deutlich härtere und finanziell schwere Strafen. Der Klub reagierte mit einem Appell an die Fans - leidenschaftlich anzufeuern, aber mit Würde, mit Respekt vor dem Gegner und allen in der Halle, denn jede schlechte Aktion zerstört das Bild, das der Klub aufzubauen versucht. Ein paar Einzelne auf den Rängen, und verwarnt wird der ganze Klub. Ob der Appell die Richtigen erreicht, zeigt schon das nächste Europapokalspiel in Skopje.

Butel Skopje gegen Gorica im EHF European Cup

Bei der Auslosung in Wien für die zweite Runde des EHF European Cup der Männer bekam HC Butel Skopje den kroatischen HRK Gorica zugelost. Im Topf waren 64 Klubs - 45 direkt qualifizierte und 19, die sich durch die erste Runde gekämpft hatten, mit der Regel, dass Klubs aus demselben Land nicht aufeinandertreffen. Die Region ist stark vertreten: Sloweniens Trimo Trebnje spielt gegen Serbiens Dinamo Pančevo, Montenegros Lovćen Cetinje gegen Berchem aus Luxemburg. Für einen Klub wie Butel ist ein Duell mit einem kroatischen Gegner der beste Weg herauszufinden, was er wirklich wert ist.