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Konflikt zwischen Selenskyj und Orbán eskaliert vor der Wahl in Ungarn

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Der diplomatische Konflikt zwischen der Ukraine und Ungarn eskaliert weiter vor den Parlamentswahlen in Budapest. Die Krise begann Ende Januar, als die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline, die durch ukrainisches Gebiet verläuft, unterbrochen wurden.

Laut den ukrainischen Behörden wurde die Pipeline bei russischen Angriffen beschädigt und ist seitdem außer Betrieb. Der ungarische und der slowakische Premierminister behaupten jedoch, der Schaden sei nicht gravierend und die Unterbrechung werde für politische Zwecke genutzt. Als Reaktion blockierte Budapest einen EU-Kredit von 90 Milliarden Euro.

Die Lage verschärfte sich dramatisch, als Präsident Selenskyj Premierminister Orbán praktisch mit militärischer Gewalt drohte und die Europäische Kommission diese Rhetorik als „inakzeptabel“ bezeichnete. Orbán wiederum ordnete den Einsatz von Militär und Polizei rund um wichtige Energieanlagen zum Schutz vor möglicher ukrainischer Sabotage an.

Orbán nutzt diesen Konflikt als Haupttrumpf im Wahlkampf. In ganz Ungarn wurden Plakate mit dem Bild des ukrainischen Präsidenten in negativem Kontext aufgehängt. Antiukrainische Rhetorik ist zum Hauptthema geworden, während Kiew offen auf einen Regierungswechsel hofft.

Auf globaler Ebene bleibt der ungarische Premierminister die einzige Figur in Europa, die die Präsidenten Putin und Trump vereint. Alle europäischen souveränistischen Führungspersönlichkeiten, einschließlich der italienischen Premierministerin Meloni und Marine Le Pen, haben sich nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten von der Politik Washingtons distanziert.

Analysten warnen, dass die größere Gefahr für die Region nicht militärischer Natur ist, sondern die langfristigen Versuche, die europäische Einheit zu zerstören. Sollte Fidesz die Wahlen gewinnen, wird Ungarn voraussichtlich seine Destabilisierungspolitik fortsetzen und Raum für neue Populisten schaffen, die sich Moskau und Washington statt Brüssel annähern.