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Über 27.000 Personen an EU-Grenzen mit neuem EES-System abgewiesen

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Die Europäische Kommission teilte mit, dass mehr als 27.000 Personen die Einreise in die Europäische Union verweigert wurde, seit das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES) in Kraft getreten ist, das die traditionellen Passstempel durch digitale biometrische Kontrollen ersetzt.

Das System, das an allen Außengrenzen des Schengen-Raums voll funktionsfähig geworden ist, erfasst automatisch die Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen. Anstelle manueller Stempel verwenden die Grenzdienste nun eine elektronische Verifizierung mit biometrischen Daten.

Die Europäische Kommission hat drei Hauptgründe für die Einreiseverweigerung identifiziert: Überschreitung des erlaubten Aufenthalts von 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen, fehlende oder unvollständige biometrische Daten für die Verifizierung sowie Sicherheitsgründe im Zusammenhang mit Personen, die in einem Mitgliedstaat als Risiko eingestuft wurden.

Die Einführung des EES hat bereits erhebliche Staus an den Grenzübergängen verursacht, insbesondere an den Eingängen nach Kroatien aus Serbien und Bosnien und Herzegowina, wo Reisende stundenlang warten mussten. Probleme wurden auch an europäischen Flughäfen festgestellt, wo Fluggesellschaften auf die Notwendigkeit zusätzlicher Zeit für die Passagierabfertigung hinwiesen.

Die Kommission begrüßte die vollständige Umsetzung des Systems und betonte, dass jede Einreise transparent und gesetzlich geregelt ist und das System die sofortige Erkennung von Personen ermöglicht, die ihren erlaubten Aufenthalt überschritten haben. Reisenden in die EU wird empfohlen, zusätzliche Zeit an den Grenzübergängen einzuplanen und sicherzustellen, dass ihre Dokumente vollständig und aktuell sind.