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Personalausweis und Führerschein ab 28. Oktober auf dem Handy - doch wo sie die echten ersetzen, hat noch niemand gesagt

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Personalausweis und Führerschein ab 28. Oktober auf dem Handy - doch wo sie die echten ersetzen, hat noch niemand gesagt

Ab dem 28. Oktober lassen sich Personalausweis und Führerschein auch im Telefon tragen. Der Minister für digitale Transformation Stefan Andonovski kündigte an, dass dann die App „m.Uslugi“ offiziell vorgestellt wird. Sie sei, sagt er, vollkommen sicher, kostenlos und nicht verpflichtend.

„Das ist der erste Schritt zu einer digitalen Brieftasche. Nutzung und Download sind kostenlos. Sie ist nicht verpflichtend, nicht jeder muss sie herunterladen, aber sie bietet eine Reihe von Vorteilen“, sagte Andonovski in einer Fernsehsendung. Die App ist in der letzten Testphase, mit Google Play und Apple wird über die Aufnahme in deren Stores verhandelt.

Der Mechanismus ist laut Minister einfach: Man gibt persönliche Daten ein, das System holt sie vom Portal Uslugi.mk, und über die Ausweisnummer wird der Ausweis selbst geladen.

Die Frage, die offen blieb

Was die Ankündigung nicht sagte, ist für den normalen Bürger das Wichtigste: Wo gilt der digitale Ausweis? Bisher ist nicht festgelegt, in welchen Situationen die elektronischen Dokumente die physischen ersetzen können. Akzeptiert ihn ein Verkehrspolizist bei der Kontrolle? Ein Bankschalter? Post, Gemeinde, Hotel?

Lautet die Antwort „vorerst nirgends“, dann ist „m.Uslugi“ eine hübsche Kopie eines Dokuments, das wir ohnehin im Portemonnaie haben. Ein digitales Dokument ist genau so viel wert, wie die Behörden bereit sind, es anzuerkennen. Bringt der 28. Oktober auch eine Liste, wo die App tatsächlich gilt?

Roaming - Anfang 2027

Andonovski sprach auch über das angekündigte „Roaming wie zu Hause“ mit der Europäischen Union. Der Vertragsentwurf sei vor einigen Tagen eingetroffen und an die Ministerien zur Stellungnahme geschickt worden, Frist bis Ende der Woche. Danach folgen Anmerkungen an die Europäische Kommission und Verhandlungen; der Minister erwartet, dass das Abkommen Anfang 2027 steht.