Prilep: 37 Durchsuchungen, ein Schließfach mit über 50.000 Euro und vier Polizisten unter Verdacht - wie konnten sich die „Unantastbaren“ 15 Jahre halten?
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
02.10.2026
02.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
02.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
02.10.2026
01.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
03.10.2026
02.10.2026
01.10.2026
03.10.2026
02.10.2026
01.10.2026
02.10.2026
22.08.2026
20.08.2026
23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Man wechselt eine Diät nach der anderen. Ohne Gluten, ohne Zucker, ohne Milchprodukte, dann Ernährungsberater, Laborwerte, Nahrungsergänzung und „entzündungshemmende“ Protokolle. Doch die Müdigkeit bleibt, die Blähungen kommen ohne sichtbaren Grund, die Verdauung ist träge, und die allgemeine Mattigkeit kann man nicht einmal beschreiben. Die Psychologin Raquel Córdoba hat eine unbequeme Antwort: Vielleicht liegt das Problem nicht nur in dem, was man isst, sondern auch darin, wie man lebt.
Zunächst das, was jede seriöse Fachperson sagen muss: Wenn körperlich etwas nicht stimmt, „sollte man zum Arzt gehen und die nötigen Untersuchungen machen lassen, um organische Ursachen auszuschließen“. Das Problem beginne, so Córdoba, wenn wir dort stehen bleiben. „Wir vergessen, uns als Ganzes zu betrachten. Unser psychischer und emotionaler Zustand kann das körperliche Wohlbefinden beeinflussen. Was wir denken, fühlen und erleben, spiegelt sich im Organismus.“
Der Mechanismus ist keine Mystik. Wenn das Nervensystem ständig aktiviert ist, etwa durch intensiven und langanhaltenden Stress, setzen physiologische Reaktionen ein, darunter die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Der Organismus bereitet sich darauf vor, auf etwas zu reagieren, das er als Bedrohung oder Anforderung deutet. Córdoba vergleicht das mit einem Auto, das ständig mit höherer Drehzahl gefahren wird, als es aushält: Eine Weile geht es gut, dann macht sich die Belastung bemerkbar. „Es können Müdigkeit, Muskelverspannungen, Schlafprobleme, Verdauungsstörungen, Schmerzen oder andere mit Dauerstress verbundene Symptome auftreten.“ Und sie fügt sofort eine Einschränkung hinzu, die man sich merken sollte: Das heißt nicht, dass Emotionen allein die Ursache einer Beschwerde oder Krankheit sind.
Gesundheit, sagt sie, ist immer multifaktoriell: Genetik, Gewohnheiten, Schlaf, Ernährung, Bewegung, Lebensbedingungen, Umfeld, Beziehungen und psychischer Zustand greifen ineinander. Es geht nicht darum, eine körperliche Krankheit auf ein emotionales Problem zu reduzieren, sondern den Blick zu weiten. Vielleicht fragen wir zu lange, was wir aus der Ernährung streichen sollen, und zu wenig, wovon wir im Leben zu viel haben - oder was uns fehlt. „Der Verstand lügt uns manchmal an, aber der Körper sagt immer die Wahrheit“, sagt die Psychologin. Wir können uns einreden, es sei nichts Schlimmes und wir müssten durchhalten, während der Organismus weiter auf eine Situation reagiert, die er als belastend erlebt. Wie oft hat man den Rat gehört: „Halt durch, das geht vorbei“?
Hier kommen Menschen und Umstände ins Spiel. Ein Job, in dem man schlecht behandelt wird, gewalttätige Beziehungen, ein Zuhause, in dem man nicht zur Ruhe kommt, ständige Familienstreits, Freundschaften, die schaden - all das kann den Organismus unter großem Stress halten. „Wenn wir Beziehungen aufrechterhalten, die uns zwingen, unter einer ständigen Quelle von Stress, Angst oder Unruhe zu leben, können wir langsam erlöschen“, erklärt Córdoba. Der emotionale Zustand kann sich dann auch über den Körper ausdrücken, ein Phänomen, das als Somatisierung bekannt ist. In ihrer Praxis, sagt sie, sehe sie oft Menschen, bei denen körperliche Beschwerden Hand in Hand gehen mit einer enormen Schwierigkeit, Grenzen zu setzen. Menschen, die jahrelang schweigen, ertragen und hinnehmen.
Ihr Weg hat drei Schritte. Erstens Selbsterkenntnis: lernen, die eigenen Gefühle, Gedanken und körperlichen Reaktionen zu erkennen und sich zu fragen, was mit einem passiert und was man braucht. Zweitens emotionale Regulation: nicht aufhören, Angst, Trauer, Wut oder Schuld zu empfinden, sondern wissen, was man damit tut, damit man sie nicht ständig unterdrücken, vor ihnen fliehen oder von ihnen überschwemmt werden muss. Drittens Handeln - und da kommen die Grenzen ins Spiel: Nein sagen, um Hilfe bitten, sich aus Situationen zurückziehen, wenn es geht, und sagen, was man braucht. „Grenzen setzen ist keine Ablehnung anderer. Oft ist es das Ende der Ablehnung seiner selbst“, sagt sie.
Córdoba verkauft dabei keine Illusionen. Nicht jeder kann sofort den Job kündigen, umziehen, eine Familienbeziehung abbrechen oder aus einer schwierigen finanziellen Lage herauskommen. Aber man kann anfangen zu erkennen, was mit einem passiert, und aufhören, Leiden zu normalisieren. Ihre Liste ist bescheiden: gute Beziehungen zu Menschen, vor denen man sich nicht verteidigen muss, ein Gefühl der Zugehörigkeit - und sei es der Töpferkurs am Dienstag -, Erholung vor der Erschöpfung, Bewegung ohne Pflicht-Fitnessstudio, Essen ohne Schuldgefühl und Genuss, der keine Belohnung für Produktivität ist, sondern ein Bedürfnis.
Und noch etwas: Geduld. Wir leben umgeben von Dringlichkeit - Nachrichten, die sofort beantwortet werden, Bestellungen, die am nächsten Tag ankommen, Videos von wenigen Sekunden. „Wir sind nicht dafür gemacht, ständig im Zustand der Dringlichkeit zu leben“, sagt die Psychologin. Ihr Rezept klingt fast rebellisch: spazieren gehen ohne Eile, schlafen, sich langweilen, warten, kochen, reden, ohne aufs Handy zu schauen. Und hören, was man fühlt - bevor der Körper es einem entgegenschreien muss.
Die neuesten 10 Nachrichten aus dieser Kategorie
Wir haben Blumenkohl auf gekochtes Gemüse mit Béchamel reduziert. Dabei kann er ein knuspriger Pizzaboden und ein „Steak“ sein, das...
Scham bringt Menschen mit Adipositas dazu, Arztbesuche aufzuschieben, und der Satz „Wenn du willst, schaffst du das“ macht es noch...
Die Kartoffelsorte, eine halbe Stunde kaltes Wasser und Salz direkt nach dem Frittieren. Fünf Fehler ruinieren Pommes zu Hause, der...
Jedes automatische „Ja“ zu anderen ist oft ein „Nein“ zu dir selbst. Eine Therapeutin erklärt, welche Zeichen zeigen, dass du...
Eine Stunde bei 200 Grad, und das Herbstdessert ist fertig. Das Geheimnis liegt in der Wahl des Apfels - und...
Fünf-, sechsmal hintereinander allein vom Stuhl aufstehen klingt banal - bis man achtzig ist. Das, sagt der Experte, baut man...
Aubergine, Walnüsse, Knoblauch und Koriander - Zutaten, die der Herbst auf jeden Markt bringt. Die Georgier machen daraus eines ihrer...
Wer sich Sorgen macht, trainiert eigentlich - nur eben das schlimmste Szenario. Derselbe Mechanismus lässt sich zum eigenen Vorteil nutzen,...
Der billigste Snack überhaupt scheitert an einem einzigen Fehler - einem überfüllten Topf. Eiskaltes Sprudelwasser, Maisstärke und 15 Minuten im...
Pilates ist längst nicht mehr nur langsames Dehnen in der Ecke des Fitnessstudios. Die neuen Varianten arbeiten mit Federn und...
Diese Seite verwendet Cookies - ist das okay? Mehr erfahren
Erfahre als Erster, wenn Metla etwas Neues startet
Hinterlasse deine E-Mail-Adresse und wir schreiben dir, wenn es einen neuen Ratgeber oder etwas Neues auf Metla gibt.