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Anti-Terror-Einsatz in Skopje: eine IS-Flagge und Waffen, offizielle Details erst „nach Abschluss“

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Anti-Terror-Einsatz in Skopje: eine IS-Flagge und Waffen, offizielle Details erst „nach Abschluss“

Skopje erwachte gestern Morgen mit Durchsuchungen an mehreren Orten. Das Innenministerium und die Nationale Sicherheitsagentur (ANB) nahmen unter Leitung eines Staatsanwalts der Staatsanwaltschaft für die Verfolgung von organisierter Kriminalität und Korruption (OJO GOKK) mehrere Personen wegen des Verdachts auf terroristische Straftaten fest.

Der offizielle Satz ist kurz und bekannt: „Nach Abschluss des Einsatzes wird die Öffentlichkeit informiert.“ Das Innenministerium ergänzte, dass die Aktion vom Sektor für Terrorismusbekämpfung der Abteilung für organisierte und schwere Kriminalität durchgeführt wird, in Abstimmung mit der ANB. Wie viele Menschen festgenommen wurden, wer sie sind und was ihnen konkret vorgeworfen wird - bisher kein Wort.

Was bekannt ist, stammt von Quellen aus dem Sicherheits- und Geheimdienstbereich, die am Einsatz beteiligt sind. Demnach geht es um eine Gruppe von etwa fünf Personen, die im Verdacht steht, Wucher betrieben zu haben, aber auch Indoktrination und Anstiftung zum Terrorismus. Bei den Durchsuchungen wurden laut denselben Quellen eine IS-Flagge, Waffen und Munition gefunden.

Wucher und Radikalisierung in derselben Gruppe? Die Kombination klingt ungewöhnlich, ist aber genau der interessanteste Teil der Geschichte. Wenn Wucherzinsen und Indoktrination durch dieselben Hände liefen, stellt sich die Frage, ob das eine das andere finanziert hat - und seit wann die Dienste diese Gruppe beobachten.

Unklar ist bislang, ob die Festgenommenen mazedonische oder ausländische Staatsbürger sind und ob mögliche Aktivitäten auf Mazedonien oder auf andere Staaten zielten. Ebenso offen ist, ob es sich um bereits registrierte Extremisten oder um neue Personen handelt. Die verurteilten IS-Rückkehrer in Mazedonien haben ihre Haftstrafen fast alle bereits verbüßt und befinden sich in einem Resozialisierungsprogramm. Ob dieses Programm funktioniert, wird genau das zeigen, was die OJO GOKK nach Abschluss des Einsatzes mitteilt.

Bei solchen Einsätzen ist Geheimhaltung verständlich, solange sie laufen. Danach aber schulden Innenministerium und Staatsanwaltschaft klare Zahlen: wie viele Personen, welche Waffen, welche Beweise. Sicherheit entsteht nicht allein durch Festnahmen. Sie entsteht auch durch das Vertrauen, dass Institutionen sagen, was sie tatsächlich gefunden haben.