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30.000 Menschen putzten Skopje einen Tag lang: Der Großputz ist der leichte Teil, das Schwere kommt morgen

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30.000 Menschen putzten Skopje einen Tag lang: Der Großputz ist der leichte Teil, das Schwere kommt morgen

Wo steht der nächste Recycling-Container, und welche sind seit Tagen voll? Alles auf einer Karte, mit täglich aktualisierten Daten.

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Rund 30.000 Menschen - Bürger, Schüler, Lehrer, Freiwillige, Angestellte von Behörden, Vertreter von Botschaften und Prominente - beteiligten sich an der großen Umweltaktion „Lass keinen Müll zurück. Hinterlasse ein Beispiel!“ an mehr als 50 Orten in Skopje. Geputzt wurde vom Stadtpark und dem Hauptplatz bis zum Vardar-Ufer, auf den Grünstreifen der Boulevards, in Parks der Wohnviertel und auf Schulhöfen. Auch die Gemeinden organisierten eigene Aktionen. Das Rote Kreuz war mit über 100 Freiwilligen dabei.

Mit Handschuhen und schwarzem Müllsack war auch Bürgermeister Orce Gjorgjievski im Stadtpark. „So viel die öffentlichen Betriebe auch arbeiten, so viel sie vor Ort tun, so viel Müll sie auch einsammeln, es tauchen immer bestimmte Personen auf, die mit ihrem abweichenden Verhalten dazu beitragen, dass manche Flächen der Stadt unordentlich aussehen“, sagte er. Erwartungsgemäß bestand der Großteil des gesammelten Mülls aus Zigarettenstummeln.

Der Bürgermeister nannte auch konkrete Täter: Leute, die bei Renovierungen alte Küchen, Betten und alles andere in Parks, an Boulevards und neben den Containern abladen. Gegen Unternehmen seien zuletzt Strafen von über 80.000 Euro verhängt worden. Angekündigt wurden auch neue Maßnahmen: Der städtische Reinigungsbetrieb soll diese Woche fast 30 neue Fahrzeuge bekommen, und bald treffen die ersten von insgesamt 3.000 neuen Containern ein.

Einmalig soll die Aktion nicht bleiben. Geplant sind solche Putzaktionen zweimal im Monat, möglichst mittwochs, bei den nächsten sollen auch Firmen mitmachen. Die Masse ist ein starkes Signal. Doch kein Großputz löst das Alltagsproblem: Ein Teil der Straßenreinigungsfahrzeuge ist alt und fällt oft aus, und Sperrmüll landet weiterhin neben den Boulevards.

Der Erfolg einer Umweltaktion misst sich nicht daran, wie viele Menschen einen Tag lang einen Besen in die Hand genommen haben, sondern daran, wie viel Müll beim nächsten Mal herumliegt. Wenn sich an denselben Stellen nach zwei Wochen wieder Kippen und alte Betten sammeln, dann haben 30.000 Menschen die Stadt nicht sauber gemacht, sondern nur für einen Tag ausgeliehen. Deshalb sind die Strafen von 80.000 Euro die wichtigere Nachricht als die Zahl der vollen Säcke. Werden es mehr? Und treffen sie irgendwann auch die Einzelnen, die den Müll abladen?