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Berufungsgericht hebt den Freispruch für Vanjas Vater auf: Das Strafgericht hat die Beweise nicht ausreichend gewürdigt

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Berufungsgericht hebt den Freispruch für Vanjas Vater auf: Das Strafgericht hat die Beweise nicht ausreichend gewürdigt

Das Berufungsgericht Skopje bestätigte die lebenslangen Haftstrafen für die vier Männer, die wegen der Entführung und Ermordung der 14-jährigen Vanja Gjorčevska und des Mordes an Panče Žežovski im November 2023 verurteilt worden waren, darunter Ljupčo Palevski - Palčo. Der Freispruch für den Vater des Mädchens, Aleksandar Gjorčevski, wurde jedoch aufgehoben. Sein Verfahren geht zurück in die neue Verhandlung.

Gjorčevski war angeklagt, die Entführung unterstützt zu haben - laut Anklage gab er den Entführern Informationen, wann und wo sich seine Tochter aufhalten würde. Das Strafgericht sprach ihn frei mit der Begründung, die Staatsanwaltschaft habe seine Schuld nicht bewiesen. Das Berufungsgericht sagt nun, das Problem seien womöglich nicht die Beweise gewesen, sondern wie sorgfältig sie gelesen wurden.

„Das Urteil für Aleksandar Gjorčevski wurde aufgehoben, weil die Beweise der Staatsanwaltschaft nicht ausreichend gewürdigt wurden“, sagten die Richter bei einem Pressebriefing. Ihre Empfehlung ist eine Neubewertung mit konkreten Hinweisen, insbesondere zu drei Punkten: den bei der Staatsanwaltschaft gemachten und vor Gericht verlesenen Aussagen der Angeklagten, der Aussage von Vanjas Mutter und den Nachrichten aus der Viber-Kommunikation.

Das ist eine klare Botschaft eines höheren Gerichts an ein niedrigeres. Es geht nicht um ein neues Beweismittel, das später aufgetaucht ist, sondern um Material, das schon beim ersten Prozess in der Akte lag. Wenn diese Nachrichten und diese Aussagen die ganze Zeit da waren - warum brauchte es eine zweite Runde, damit jemand sie richtig ansieht?

Das Strafgericht hatte angekündigt, den neuen Prozess anzusetzen, sobald ihm die Entscheidung vorliegt. Die Familie, die Öffentlichkeit und der Angeklagte selbst warten auf ein weiteres Verfahren zu der Frage, die seit November 2023 über diesem Fall hängt. Diesmal weiß das Gericht im Voraus, was es übersehen hat.