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Bewaffnete Drohnen fallen in finnischen Waeldern: Die Ostsee am Rand der Eskalation

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Ukrainische Kampfdrohnen mit sechs Meter Spannweite fallen in finnischen Waeldern. Zuender werden neben Feldwegen gefunden. Zivilisten stossen auf Militaertechnologie beim Durchstreifen ihres Landes. Willkommen in der neuen Normalitaet an der Ostsee.

In den letzten zehn Tagen fanden finnische Behoerden vier bewaffnete Drohnen auf ihrem Territorium — nur eine wurde vor dem Absturz entdeckt. Die anderen drei fielen einfach herunter, unentdeckt. Allein im Maerz startete die Ukraine etwa 2.500 Drohnen gegen russische Oel-Infrastruktur. Mindestens neun landeten in Finnland und den baltischen Staaten.

Verteidigung? Begrenzt.

Finnland hat kuerzlich amerikanische Radarsysteme in Dienst gestellt, aber Militaervertreter geben zu: Wir koennen keine Drohnen ueber dicht besiedelten Gebieten abschlagen, und das Eskalationsrisiko hindert uns daran, sie in Richtung russisches Territorium zu lenken. Also landen bewaffnete Drohnen in finnischen Waeldern, und niemand kann — oder darf — sie einsammeln.

Die baltischen Staaten beschuldigen Russland, ukrainische Drohnenoperationen von ihrem Gebiet aus zu ermoeglichen. Die russischen Oelterminals Ust-Luga und Primorsk haben erhebliche Schaeden erlitten — Analysten schaetzen Verluste von rund zwei Milliarden Dollar monatlich. Waehrend die Welt Richtung Hormuz und Budapest blickt, findet an der Ostsee eine stille Eskalation statt. Wie lange kann das ohne Zwischenfall andauern?