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Meghan verkauft ihre Kleidung, Letizia mietet ihre: Warum Königinnen nicht mehr alles neu wollen

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Meghan verkauft ihre Kleidung, Letizia mietet ihre: Warum Königinnen nicht mehr alles neu wollen

Meghan Markle verkauft die Kleidung, die sie trug. Königin Letizia mietet ihre. Unterschiedliche Ansätze, dieselbe Botschaft: Für die Königshäuser ist neue Kleidung bei jedem Auftritt kein Zeichen von Prestige mehr - sondern von schlechtem Geschmack.

Meghan kooperierte mit einer KI-basierten Plattform, über die ihre Follower Stücke kaufen können, die sie trug - die Kleidung von ihrer Australien-Tour war fast sofort zum Verkauf verfügbar. Letizia wählte einen anderen Weg: Für einen Auftritt im Juli 2024 mietete sie ein Leinenkleid im Wert von 600 Euro für nur 110 Euro über vier Tage, bei einem spanischen Verleihunternehmen.

Doch die wahre Meisterin des Wiederholens ist Letizia selbst. Ein gemustertes grünes Kleid trug sie zwischen Dezember 2018 und Oktober 2023 acht Mal - und sah dabei nie aus, als würde sie wiederholen, sondern als wüsste sie, was ihr steht. Sie ist international dafür bekannt, dasselbe Stück ohne Scham zurückzubringen und zeitlose Schnitte statt kurzlebiger Trends zu wählen.

Dasselbe gilt für Schmuck. Mary von Dänemark trägt seit 2016 dieselben Ohrringe und einen Perlenanhänger über 50 Mal. Kate Middleton trägt regelmäßig den Schmuck von Prinzessin Diana. Europas Königshäuser recyceln geerbten Schmuck über Generationen - nicht aus Sparsamkeit, sondern weil die in einem einzigen Stück verbaute Geschichte mehr wert ist als alles Neue.

Hinter all dem steht eine Botschaft, die die Regel der Mode auf den Kopf stellt: Echter Luxus heißt nicht mehr, Neues zu haben, sondern Neues nicht zu brauchen. Zirkuläre Mode, bis vor Kurzem ein Thema für Umweltaktivisten, ist nun ein Mittel für Prestige an der Spitze. Und wenn Millionärinnen anfangen, Kleider zu mieten, ist es vielleicht ein Zeichen, dass auch für uns, die Gewöhnlichen, dasselbe schöne Hemd ein zweites Mal zu tragen keine Schande ist - sondern klug.