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Zehn Duschentscheidungen, die auf dem Papier nichts kosten und viel, wenn alles verfliest ist

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Zehn Duschentscheidungen, die auf dem Papier nichts kosten und viel, wenn alles verfliest ist

Die Dusche war jahrelang Nebensache im Bad. Kabine in der Ecke, Vorhang, der anklebt, Armatur, die entweder kocht oder friert. Jetzt ist es umgekehrt - sie ist der Teil, um den herum alles andere geplant wird. Und anders als die meisten Einrichtungstrends besteht dieser vor allem aus Entscheidungen, die vor der ersten Fliese fallen.

Zuerst die Materialien, dann alles andere

Großformatige Keramikfliesen mit fast unsichtbaren Fugen schaffen visuelle Durchgängigkeit und sofort ein Gefühl von Ordnung. Für einen wärmeren Ton funktionieren Stein, Travertin oder Oberflächen in Holzoptik. Sandtöne, Grau und gebrochenes Weiß mit weicher Textur ermüden auch im dritten Jahr nicht - anders als jede kräftige Farbe, die im Moment der Begeisterung gewählt wurde.

Das Licht, das schmeichelt

Die zweite Regel klingt nebensächlich und macht den größten Unterschied: Das Licht muss warm, indirekt und blendfrei sein. Eine Kombination aus weichem Grundlicht, einer eigenen Leuchte über der Dusche und einem indirekten Band in der Nische oder auf dem Regal. Da es sich um einen Nassbereich handelt, müssen die Leuchten für Feuchträume zugelassen sein - der Punkt, an dem Sparen am teuersten wird.

Duschbereich mit beleuchteter Nische und durchgehendem Boden

Größe ist Ergonomie, kein Luxus

Als Basis gelten 70 mal 70 Zentimeter als minimale komfortable Größe in einem kleinen Bad. Alles darüber ist reiner Gewinn. Bei rechteckigen Duschwannen verändern Tiefe und Breite die Nutzung, und wenn zwei Personen duschen, muss beides Bewegung ohne Zusammenstöße erlauben. Ergonomie ist der Teil, der nicht fotografiert und jeden Morgen gespürt wird.

Armaturen und Duschköpfe

Eine Thermostatarmatur erlaubt jedem Nutzer eine gespeicherte Einstellung, ohne ständiges Nachjustieren. Es gibt auch die Option zweier Armaturen, wenn zwei gleichzeitig duschen. Der große Duschkopf wird auf etwa 2 bis 2,20 Meter montiert - hoch genug, dass das Wasser angenehm fällt und niemand sich bücken muss. Ein zusätzlicher Wasserfall-Auslass oder ein deckenbündiger Kopf lohnt nur, wenn die Wartung einfach bleibt, denn Kalk fragt nicht, was Sie bezahlt haben.

Die Duschwand: unsichtbar oder Schmuckstück

Hier gibt es zwei gleich gute Schulen. Die erste ist eine fast unsichtbare Wand - Sicherheitsglas, minimaler oder gar kein Rahmen, dezente Beschläge, damit der Innenraum sichtbar bleibt. Die zweite ist eine Wand mit Charakter: geriffeltes, rauchiges oder strukturiertes Glas, Oberflächen in Schwarz, Messing oder Bronze. Die erste Option hebt die Materialien hervor, in die Sie investiert haben. Die zweite wird selbst zum Detail, das man sich merkt.

Badezimmer mit Dusche und eingebautem Sitzbereich

Die Bank - das Ding, das niemand verlangt und alle nutzen

Eine Duschbank gehört zu den Dingen, über die man nicht nachdenkt, solange man keine hat, und danach nicht versteht, wie man ohne sie gelebt hat. Die Referenzhöhe liegt bei 45 bis 48 Zentimetern über dem Boden, und sie sieht am besten aus, wenn sie mit demselben Material wie Wand oder Boden verkleidet ist. Sie ist auch das praktischste Detail für ältere Menschen im Haushalt - etwas, das bei uns, wo oft mehrere Generationen unter einem Dach leben, mehr wert ist als jedes andere Detail auf dieser Liste.

Nischen und Stauraum

Wenig ruiniert das Bild so wie eine Ecke voller Flaschen. Die Lösung sind Wandnischen auf angenehmer Höhe und abseits des direkten Strahls, oder ein durchgehendes Regal. Wird die Nische von hinten beleuchtet, kommt Atmosphäre dazu. Es gibt auch fertige Metallnischen, die die Abdichtung garantieren - der Teil, bei dem Improvisation am teuersten wird.

Duschwanne oder durchgehender Boden

Das ist die Entscheidung, die die meisten Leute zu schnell treffen. Duschwannen gibt es heute in Ausführungen, die bodenbündig eingebaut werden und einen Eindruck von Durchgängigkeit erzeugen. Der durchgehende Boden ist die zweite Option. In beiden Fällen gilt dieselbe Regel: Gefälle zum Ablauf von etwa 1,5 bis 2 Prozent, sonst bekommen Sie eine Pfütze. Eine gut gesetzte Linienrinne löst den Bereich an der Wand elegant. Für nackte Füße gibt es Rutschhemmungsklassen - nach der Norm DIN 51097 bietet Klasse C den höchsten Widerstand.

Was man nicht sieht

Die letzte Regel ist auch die beste: Premium ist meist das, was man nicht sieht. Gute Lüftung, die keine Feuchtigkeit stehen lässt, leise Armaturen, gut abgedichtete Elemente, schnell trocknende Textilien. Ein Handtuchheizkörper nahe der Dusche oder eine Fußbodenheizung verändert die ganze Geschichte beim Aussteigen. Und beim Verbrauch halten Durchflussbegrenzer von etwa 9 bis 9,5 Litern pro Minute das Gefühl gleich und die Rechnung anders.

Diese ganze Liste hat einen roten Faden: Fast nichts davon betrifft teure Materialien. Es betrifft Entscheidungen vor Arbeitsbeginn. Bodengefälle, Duschkopfhöhe, Nischenposition - Dinge, die nichts kosten, solange sie auf dem Papier stehen, und viel kosten, wenn schon alles verfliest ist.