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Sterneköche kochen auf Hochzeiten: Ein Preis steht nirgends, aber die Idee dahinter ist gratis

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Sterneköche kochen auf Hochzeiten: Ein Preis steht nirgends, aber die Idee dahinter ist gratis

Das Hochzeitsmenü war lange der berechenbarste Teil der ganzen Hochzeit. Suppe, Fleisch, Beilage, Torte. Alle wussten, was kommt, niemand erinnerte sich an irgendetwas. Das ändert sich langsam - und die Veränderung kommt von einem Ort, der bis vor Kurzem nichts mit Hochzeiten zu tun hatte: Restaurants mit einem Stern im Michelin-Führer.

Die Logik ist einfach. Wenn das Paar ohnehin jedes Detail personalisiert - die Musik, die Blumen, die Einladungen - warum sollte ausgerechnet das Essen als Einziges Standard bleiben? Immer mehr Sternehäuser eröffnen eigene Event-Sparten, in denen dieselbe Küche, die den Stern trägt, an die Hochzeitstafel zieht.

Welche Namen mitspielen

Die Liste ist nicht kurz. Mario Sandoval, zwei Sterne, arbeitet über El Jaral de la Mira mit Live-Kochstationen vor den Gästen. Jesús Sánchez, drei Sterne im Cenador de Amós, bringt kantabrische Tradition mit und besitzt einen grünen Stern für Nachhaltigkeit. Nacho Manzano, ebenfalls drei Sterne im Casa Marcial, entwirft maßgeschneiderte Menüs auf asturischer Basis.

Dazu kommen Francis Paniego mit zwei Sternen und Rioja-Küche, Maca de Castro mit einem Team von über hundert Leuten auf Mallorca, Fernando Arjona mit einer Hommage an die mediterrane Ernährung und die Brüder Echapresto, deren Restaurant Venta Moncalvillo ebenfalls einen grünen Stern führt.

Was das auf einer Balkanhochzeit bedeutet

Jetzt kommt der Teil, den man laut sagen sollte: Das ist teuer. Nirgends steht ein Preis pro Gast, aber eine Drei-Sterne-Küche, verlegt an einen Hochzeitsort, ist keine Dienstleistung, um die man feilscht. Bei uns, wo eine Hochzeit mit zweihundert Gästen bereits eine ernste finanzielle Entscheidung ist, ist das kein Ratschlag, sondern die Beschreibung von etwas, das in einer anderen Preisliga stattfindet.

Aber die Idee dahinter ist gratis. Ein Hochzeitsmenü muss nicht dieselbe Kombination sein, die man auf den letzten acht Hochzeiten gegessen hat. Es braucht keinen Stern, um durchdacht zu sein - es kann lokal sein, saisonal, gemacht von jemandem, der weiß, was er tut, statt von einem Caterer, der heute Abend drei Säle gleichzeitig bedient.

Denn die Wahrheit über Hochzeitsessen ist bekannt: Gäste erinnern sich nicht an die Sitzordnung, auch nicht an die Farbe der Servietten. Sie erinnern sich, ob etwas geschmeckt hat. Und ob sie anderthalb Stunden darauf warten mussten.