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Orban faellt — was bedeutet das fuer Mazedonien und Mickoski?

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Die Ungarn haben Orban historisch abgewaehlt — was bedeutet das konkret fuer den Balkan und fuer Mazedonien? Orbans Fall ist nicht nur eine ungarische Geschichte. Es ist eine Weggabelung in einem Netzwerk, das von Belgrad ueber Skopje bis Moskau reicht.

Orban war Putins Stellvertreter in Europa — blockierte Sanktionen, verweigerte Ukraine-Hilfe, schuetzte ihm genehme Anfuehrer. Seine Niederlage mit 55 zu 138 Sitzen macht deutlich: kein Spielraum fuer wenn und aber. Millionen Ungarn haben den Mann abgelehnt, der sie offensichtlich brutal bestohlen hat, wie Kommentatoren schreiben.

Die mazedonische Dimension

Die SDSM liest dies auch als Niederlage fuer VMRO-DPMNE: verliert seinen einzigen Verbuendeten in der EU. Filipce behauptet, es gebe keine Gruevski-Krise mehr in Budapest. Dies sei eine starke Warnung fuer die Macht.

Aber wirklich? Mickoski verliert Orban nicht als Freund — er verliert ihn als Schutzschild in Bruessel. Den einzigen EU-Anfuehrer, der systematisch Entscheidungen blockierte und diplomatische Deckung gewaehrte. Fidesz ist Teil der EVP — dieselbe Familie wie VMRO-DPMNE — aber seine Prioritaet war stets Europa, nicht der Balkan.

Die demokratische Welt muss sich mit Politikern auseinandersetzen, die Orbans Proxys auf dem Westbalkan waren, schreiben Analysten. Die Frage ist: Wird sie das tun — oder einfach weitermachen wie bisher?