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Robertson verlässt Liverpool ohne einen einzigen Euro Ablöse - Tottenham bekam ihn umsonst

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Robertson verlässt Liverpool ohne einen einzigen Euro Ablöse - Tottenham bekam ihn umsonst

Eine neunjährige Geschichte endete leise. Andy Robertson verließ Liverpool ablösefrei und ist ab dem 1. Juli ein Tottenham-Spieler - ohne Ablöse, ohne Verhandlung über eine Summe, nur eine Unterschrift und ein neues Trikot. Für einen Spieler, der mit dem Klub zweimal die Premier League, die Champions League, den FA Cup und zwei Ligapokale gewann, sagt ein Abgang ohne einen einzigen Euro Ablöse alles darüber aus, wie der Fußball mit denen umgeht, die ihm am meisten gegeben haben.

Die Zahlen hinter ihm sind schwer zu ignorieren: 378 Einsätze für Liverpool, 14 Tore und 69 Vorlagen von einer Position, von der man selten Zahlen erwartet. In der vergangenen Saison kam er auf 36 Einsätze in allen Wettbewerben, stand aber nur in 11 Ligaspielen in der Startelf - der Klub suchte bereits einen jüngeren Linksverteidiger, und Robertson verstand das Signal, bevor es ihm jemand laut aussprach.

Bei Tottenham erwartet ihn Roberto De Zerbi, der seine Zufriedenheit nicht verbarg. Der Trainer beschrieb ihn als „einen Spieler, den er seit Jahren bewundert“ und sprach von der Erfahrung und Siegermentalität, die er in die Kabine bringt. Aus dem Trainerjargon übersetzt: Sie brauchen jemanden, der weiß, wie man Titel gewinnt, denn selbst haben sie schon lange keinen mehr geholt.

Für Balkanfans, die die Premier League verfolgen, ist das einer jener Transfers, die auf dem Papier klein wirken, aber in der Kabine mehr wiegen als auf dem Platz. Robertson ist keine 25 mehr, und das weiß jeder. Doch die Frage ist nicht, wie viel er läuft, sondern wie viel schneller die anderen um ihn herum laufen werden, wenn sie sehen, wie jemand aussieht, der dort war, wohin sie gelangen wollen.