Skip to content

Das weiße Kleid, das seine eigene Wikipedia-Seite bekam: Angelina Jolies Auftritt, der eine ganze Ära ankündigte

1 Min. Lesezeit
Teilen
Das weiße Kleid, das seine eigene Wikipedia-Seite bekam: Angelina Jolies Auftritt, der eine ganze Ära ankündigte

Es gibt Kleider, die in die Geschichte eingehen, und es gibt Kleider, die ihre eigene Wikipedia-Seite bekommen. Die weiße Kreation, in der Angelina Jolie bei den Oscars 2004 erschien, gehört zur zweiten Kategorie - und nicht zufällig.

Jolie war an jenem Abend nicht nominiert, sondern überreichte den Preis für das beste Szenenbild. Doch gerade ihr Auftritt blieb in Erinnerung. Die Schauspielerin vollzog eine dramatische Wende vom gotischen Stil der Neunziger hin zu elegantem Minimalismus - eine weiße Kreation des Designers Marc Bouwer, mit tiefem V-Ausschnitt, einer geschnürten Taille mit drapiertem Detail und einem Unterteil, das nach unten floss.

Das Design beschwor eine andere Ikone herauf - Marilyn Monroe in „The Seven Year Itch" von 1955. Und der Moment trug auch eine verborgene Symbolik: Der Auftritt kam nur wenige Wochen, nachdem die Dreharbeiten zu „Mr & Mrs Smith" begonnen hatten, dem Film, an dessen Set Jolie Brad Pitt kennenlernen sollte. Der bräutliche Ton des Kleides wirkt im Rückblick fast wie eine Ankündigung.

Das Detail wurde durch den Glanz abgerundet: Diamanten von H. Stern, darunter die spektakuläre Halskette „Athena" mit über 85 Karat, mehrere Millionen Dollar wert. Zwei Jahrzehnte später trug Sydney Sweeney dasselbe Bouwer-Design auf der After-Oscar-Party 2024 - ein Beweis, dass echter Minimalismus nicht altert.

Und das ist die Lektion, die die Modeindustrie ungern ausspricht: Man braucht nicht jede Saison ein neues Kleid. Manchmal überlebt eine klare Linie zwanzig Trends.