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Andrew Mountbatten-Windsor als Zeuge in London geladen: 420.000 Euro aus dem Vermögen einer 81-jährigen Geschäftsfrau sollen bei ihm gelandet sein

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Andrew Mountbatten-Windsor als Zeuge in London geladen: 420.000 Euro aus dem Vermögen einer 81-jährigen Geschäftsfrau sollen bei ihm gelandet sein

Der frühere Prinz Andrew, heute Andrew Mountbatten-Windsor, taucht wieder in Gerichtsakten auf. Diesmal nicht als Verdächtiger, sondern als Zeuge. Der Bruder von König Charles III. ist geladen, vor dem High Court in London auszusagen, in einem Streit, in dem eine 81-jährige Geschäftsfrau versucht, ihr Geld zurückzubekommen. Die Quellen betonen ausdrücklich, dass ihm keine Straftat vorgeworfen wird.

Klägerin ist Nebahat Isbilen, deren Vermögen aus einem Unternehmen für Seifen und Körperpflegeprodukte stammt. Sie lebt in Großbritannien, wo ihr Ehemann eine lebenslange Haftstrafe wegen Terrorismus verbüßt. Große Summen überwies sie über den Finanzberater Selman Turk - ohne zu wissen, wo die Investitionen tatsächlich landeten.

Hier beginnen die Zahlen. Laut den Vorwürfen in dem Verfahren gab Turk Andrew 420.000 Euro. Sarah Ferguson soll rund 270.000 Euro erhalten haben, beschrieben als Hochzeitsgeschenk, Prinzessin Eugenie 30.000 Euro - angeblich, um Isbilen einen Pass zu beschaffen. Turk bestreitet sämtliche Zahlungen an Andrew und seine Familie.

Der Prozess soll am 16. November beginnen, Andrew wird um Mitte Dezember persönlich oder per Videoschaltung erwartet. Vor Gericht wird man ihn zu Geld befragen, nicht zu Epstein. Doch kaum jemand im Saal dürfte das Zweite vergessen, während er vom Ersten hört.

Die Liste ist lang: die Verbindungen zu Jeffrey Epstein, die Festnahme durch die Thames Valley Police wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch, die aberkannten Titel und der Auszug aus der Royal Lodge in Windsor, wo er seit 2003 für eine geringe Miete wohnte. Jeder neue Punkt kommt zu den bisherigen hinzu, keiner tilgt einen.

Der Palast hat Andrew längst von öffentlichen Pflichten entbunden. Die Gerichte folgen dieser Logik offenbar nicht. Wie lange muss das britische Königshaus noch für einen Mann geradestehen, der formal nicht mehr dazugehört?