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Die Müllwagen der „Komunalna higiena“ tropfen Gestank durch Skopje, und das Unternehmen verlangt von den Bürgern doppelte Tüten

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Die Müllwagen der „Komunalna higiena“ tropfen Gestank durch Skopje, und das Unternehmen verlangt von den Bürgern doppelte Tüten

Der Sommer ist vorbei, doch durch Skopjes Straßen zieht noch immer der Geruch von faulen Wassermelonen, verdorbenem Fleisch und saurer Milch. Nicht aus den Containern, sondern von dem, was nach ihnen bleibt: der Flüssigkeit, die aus den Wagen des städtischen Betriebs „Komunalna higiena“ tropft, während sie den Müll einsammeln. Die Bewohner von Aerodrom fordern, dass Parkplätze und Straßen direkt nach der Durchfahrt gewaschen werden und die Wagen zur technischen Prüfung und Wartung kommen, damit sie nicht mehr lecken.

Die Antwort des Unternehmens verdient es, festgehalten zu werden. Das Tropfen, heißt es bei „Komunalna higiena“, sei die Folge unsachgemäß verpackter Bioabfälle in den Behältern. Man appelliert daher an die Bürger, ihren Müll in doppelte Tüten zu packen. Die Straßen würden, so der Zusatz, regelmäßig spätabends mit Tankwagen gereinigt.

Also: Der Wagen leckt - und die Lösung ist Ihre Tüte. Niemand bestreitet, dass in den Container gekippte Suppe nicht hilft. Aber die Fahrzeuge gehören dem öffentlichen Unternehmen, nicht den Bürgern. Ob und wann die Flotte genau wegen der Lecks gewartet wurde, dazu steht in der Antwort kein Wort.

Deponien, Ratten und 99 Protokolle

Der Gestank ist nur die Hälfte des Bildes. In nur einer Woche entfernten die Teams des Unternehmens 650 Kubikmeter Sperr- und Bauabfall von wilden Deponien in allen Skopjer Gemeinden, davon rund 170 Kubikmeter allein in Čair. Das ist kein Müll, der von selbst vom Lastwagen gefallen ist. Jemand hat ihn hergebracht und abgekippt. Städtische Inspektoren erwischten kürzlich einen Mann in Kisela Voda, der Bauschutt und Sperrmüll rund um Container abkippte, und die Polizei bestrafte in Šuto Orizari einen 22-Jährigen für dasselbe.

Und wie oft wird jemand erwischt? Die kommunalen Ordnungshüter der Stadt Skopje stellten in den letzten sechs Monaten des Vorjahres 99 Protokolle aus, Bußgelder wurden von 79 Personen eingetrieben. Für eine Stadt mit Hunderten Kubikmetern neuem Schutt pro Woche ist das eine Wahrscheinlichkeit, die kein Müllkipper ernst nimmt. Inzwischen hat die Gemeinde Centar nach Fotos von Ratten beim Einkaufszentrum „Bunjakovec“ eine neue außerordentliche Rattenbekämpfung angekündigt - die zweite binnen eines Monats.

Skopje stinkt nicht aus einem einzigen Grund. Jemand kippt Schutt ab, wo es ihm passt, und wird selten erwischt. Und das öffentliche Unternehmen verlangt von den Bürgern eine doppelte Tüte, statt von sich selbst einen Wagen, der nicht leckt. All das ist lösbar - und nichts davon ist gelöst.