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Durchsuchungen in Veles: Mann soll Krebskranken gefälschte „kubanische Impfstoffe“ angeboten haben

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Durchsuchungen in Veles: Mann soll Krebskranken gefälschte „kubanische Impfstoffe“ angeboten haben

Die Staatsanwaltschaft Veles hat mehrere Orte in der Stadt durchsucht, darunter den Arbeitsplatz von M.A. aus Veles. Er steht im Verdacht, Krebskranken nicht zugelassene „kubanische Impfstoffe“ angeboten zu haben. Ermittelt wird wegen zweier Straftaten: Betrug und Kurpfuscherei.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Verdächtige in der Absicht, sich rechtswidrig zu bereichern, mehrere Personen getäuscht, indem er ihnen fälschlich Impfstoffe gegen Krebs anbot. Bei der Durchsuchung des Arbeitsplatzes wurden Beweise gefunden, die nun begutachtet werden, außerdem wurden elektronische Geräte beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft vernimmt Geschädigte und weitere Personen, die etwas über den Fall wissen könnten.

Beim Gericht beantragte die Staatsanwaltschaft Sicherungsmaßnahmen: Einzug des Reisepasses und eine Meldepflicht bei Gericht. Der Beschluss wurde ihm in einer medizinischen Einrichtung zugestellt, in der er derzeit stationär behandelt wird.

Hoffnung zum Preis von Tausenden Euro

Öffentlich wurde der Fall einige Tage zuvor, als bekannt wurde, dass M.A. jahrelang Dutzenden Krebspatienten in ganz Makedonien in ihren Wohnungen einen nicht zugelassenen „kubanischen Impfstoff“ gespritzt und dafür Tausende Euro kassiert haben soll. Das Schema braucht kein medizinisches Wissen, nur fremde Verzweiflung: Eine Familie, die sich an jeden Strohhalm klammert, zahlt, ohne zu fragen, was in der Spritze ist.

Bestätigt sich der Verdacht, ist das kein Systemfehler, sondern die bewusste Entscheidung eines Mannes, der aus fremder Krankheit ein Einkommen gemacht hat. Die Frage an die Institutionen kommt an zweiter Stelle, aber sie kommt: Wie konnte der Verkauf eines nicht zugelassenen Präparats in den Wohnungen Schwerkranker jahrelang laufen, bevor ihn jemand stoppte?

Staatsanwaltschaft und Innenministerium sammeln nach eigenen Angaben weiter Beweise. Die Patienten und ihre Familien verdienen eine Antwort auch auf die einfachste Frage: Was genau wurde ihnen gespritzt?